Die gute Nachricht: Der Standort des Ottenhofener Feuerwehrhauses ist ideal. Die schlechte Nachricht: Das Haus muss dringend ertüchtigt werden. Und in einigen Jahren ist ein neues Fahrzeug fällig.
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Die gute Nachricht: Der Standort des Ottenhofener Feuerwehrhauses ist ideal. Die schlechte Nachricht: Das Haus muss dringend ertüchtigt werden. Und in einigen Jahren ist ein neues Fahrzeug fällig.

Gerätehaus muss dringend ertüchtigt werden

Feuerwehrhaus Ottenhofen: Standort ideal, Zustand verbesserungswürdig

Die gute Nachricht: Der Standort des Ottenhofener Feuerwehrhauses ist ideal. Die schlechte Nachricht: Das Haus muss dringend ertüchtigt werden. Und in einigen Jahren ist ein neues Fahrzeug fällig.

Ottenhofen – Die Gemeinde Ottenhofen hat jetzt schon eine größere Beschaffung für die kommende Wahlperiode im Gemeinderat auf dem Schirm: Das im Jahr 2001 beschaffte Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 ist das erste, das nach dem von Kreisbrandinspektor Lorenz Huber im Gemeinderat vorgestellten Konzept ersetzt werden muss. Das sollte nach seinen Worten um das Jahr 2026 herum passieren.

Kreisbrandinspektor empfiehlt ein LF 20

Huber empfahl nachdrücklich den Ersatz durch ein LF 20. Dieses sei nur unbedeutend teurer als ein LF 10, das den eigentlichen Ersatz für das inzwischen aus der Norm gefallene LF 8/6 darstellt, aber ungleich flexibler: „Ein ausgestattetes LF 10 ist dann voll. Da können sie nichts mehr unterbringen.“ Ein LF 20 dagegen biete noch Reserven für eine Ergänzung der feuerwehrtechnischen Beladung.

Was die Personalstärke der Ottenhofener Feuerwehr angeht, konnte der Kreisbrandinspektor für gewisse Entspannung im Gemeinderat sorgen: Mit 50 Aktiven und aktuell zehn Mitgliedern der Jugendfeuerwehr ist nach seiner Aussage die Wehr recht gut aufgestellt. Rein rechnerisch ist die Tagesalarmstärke verbesserungsbedürftig, nach den Berichten des Kommandanten allerdings ist auch hier alles im grünen Bereich. Huber empfahl, etwa beim Bauhof vielleicht darauf zu achten, dass solche Mitarbeiter eingestellt würden, die im Ernstfall als Feuerwehrleute in den Einsatz gehen können. Bürgermeisterin Nicole Schley (SPD) unterbrach den Vortrag des Kreisbrandinspektors mit einer diesbezüglichen Vollzugsmeldung: Der neue Mitarbeiter sei eingestellt worden, auch weil er aktiver Feuerwehrmann werde. Damit war auch dieses Thema abgehakt.

Gerätehaus hat geradezu idealen Standort

Noch keinen Haken kann die Gemeinde hinter das Thema Gerätehaus setzen: Es muss dringend ertüchtigt werden, das ist bekannt. Huber verlor deswegen auch nicht viele Worte zu dem Thema. Was er allerdings sagte, ließ aufhorchen: Das Gerätehaus hat einen geradezu idealen Standort, wenn es um die Einhaltung der Hilfsfrist von zehn Minuten geht. Praktisch das gesamte Gemeindegebiet werde innerhalb der Frist abgedeckt. Wie berichtet, arbeitet die Gemeinde aktuell an einem Konzept, wie das Gerätehaus auf den neuesten Stand gebracht werden kann. Dabei war auch ein weiterer Hinweis Hubers durchaus wichtig: Er machte keinerlei Aussagen darüber, dass weitere Fahrzeuge, die dann natürlich einen zusätzlichen Stellplatz bedeutet hätten, erforderlich würden. Was die weitere Planung am Feuerwehrgerätehaus angeht, bot Huber seine Beratung an.

Der Gemeinderat verabschiedete den Fachmann, der von der Feuerwehr Oberding kommt, mit lebhaftem Beifall und beschloss, dass die Arbeitsgruppe, die das Gremium zu diesem Thema gebildet hat, auf der Basis dieser Erkenntnisse jetzt an die Arbeit gehen kann. Es meldeten sich einige im Gemeinderat, die in dieser Gruppe mitarbeiten wollen.

Klaus Kuhn

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