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Die Feuerwehr Ottenhofen will First Responder etablieren. Vom Gemeinderat gab‘s dafür schon mal ein Ja (Symbolbild).

Gemeinderat gibt grünes Licht

First Responder für Ottenhofen

Die Feuerwehr Ottenhofen will First Responder etablieren. Vom Gemeinderat gab‘s dafür schon mal ein Ja.

Ottenhofen – Die Feuerwehr Ottenhofen lädt an Fronleichnam zum Sommerfest am Gerätehaus ein. Dabei werden die Feuerwehrler wohl einige Fragen beantworten dürfen: Jüngst hat nämlich der Gemeinderat grünes Licht gegeben für die Installation von First Respondern. Dieser Service soll ab 1. Januar 2020 in Betrieb gehen.

Zweiter Kommandant Florian Wagner erläuterte im Gemeinderat das Vorhaben, das nach seinen Worten aus der Mannschaft heraus entwickelt worden ist: „Es geht um organisierte qualifizierte Erste Hilfe, bis der Rettungsdienst eintrifft.“

16 fertig ausgebildete Aktive können die Ottenhofener auf solche Notfalleinsätze schicken. Wie Wagner in seinem Bericht betonte, werden sich die Kosten für die Gemeinde in Grenzen halten, weil die Feuerwehr nach und nach großteils mit Vereinsmitteln die Ausrüstung beschafft hat. Auch das Fahrzeug ist bereits vorhanden.

Die Erfahrung anderer Wehren zeigt, dass in vielen Fällen die First Responder etliche Minuten früher beim Patienten sein können als der Rettungsdienst. Diese Minuten können, wenn es kritisch wird, lebensrettend sein.

Alarmiert wird diese Gruppe der Feuerwehr über Funkmeldeempfänger durch die Leitstelle. Diese Empfänger müssen eine eigene sogenannte Schleife bekommen, damit die Leitstelle gezielt alarmieren kann. Diese Schleife muss in einem der weiteren Verfahrensschritte noch eingerichtet werden.

Wagner gab zu, dass er mangels fehlender Erfahrung noch keinerlei Angaben darüber machen könne, welche laufenden Kosten auf die Gemeinde zukommen. Sicherlich werde es im Bereich der Fahrzeuge wegen der steigenden Einsatzzahlen zu gewissen Mehrkosten und mit Sicherheit auch zu einem beschleunigten Verschleiß vor allem des dafür hauptsächlich vorgesehenen Autos, das die Feuerwehr hat, kommen.

Die Freiwilligen, die diese Einsätze absolvieren, haben einen Lehrgang hinter sich, der 80 Stunden dauert. Sie sind entsprechend qualifiziert. Die genaue Organisation, die Verteilung der steigenden Einsatzbelastung und so weiter werde in den nächsten Wochen und Monaten Thema sein, deutete Kommandant Hermann Brandlmeier auf Nachfrage aus dem Gemeinderat an.

Das Gremium muss nach den Worten von Bürgermeisterin Nicole Schley (SPD) eine solche zusätzliche Leistung der Feuerwehr gestatten. In der Sitzung reagierten die Räte durchweg positiv, in Zwischenrufen gab es begeisterte Kommentare.

Wagner kündigte an, dass verstärkt in die Öffentlichkeitsarbeit für diesen neuen Service eingestiegen werden solle. Gegenüber der Heimatzeitung schränkte er allerdings ein, dass man erst die entsprechenden Genehmigungen abwarten wolle.

Das Einsatzgebiet haben die Wehrler bei ihrer Planung auch schon ausgerechnet, anhand der Fahrzeiten: Neben Ottenhofen könnten auch Wifling und Oberneuching profitieren. Wagner machte deutlich, dass die Flughafentangente als bekannter Unfallschwerpunkt einige Einsätze erzwingen könnte. Er betonte, dass die Pflichteinsätze der Feuerwehr weiterhin absolute Priorität hätten.

In den nächsten Schritten müsse nun im kommenden Monat spätestens der Antrag an den Rettungszweckverband gestellt werden, damit dieser Service aufgenommen werden kann. Für den August ist die funktechnische Installation geplant. 

Das Sommerfest

der Feuerwehr steigt morgen, Donnerstag, ab 11 Uhr am Gerätehaus. Für die Kinder gibt es Theater mit Beate Welsch, Rundfahrten und eine Hüpfburg, gezeigt werden Fahrzeuge und Technik. Hunger und Durst vertreiben Steckerlfisch, Grillschmankerl, Gemüsepfanne, Kaffee, Kuchen und Barbetrieb.

Klaus Kuhn

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