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Gasleitung: Kein Schwerlastverkehr im Ort

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Ottenhofen – 550 Seiten hat der Planfeststellungsbeschluss zur Hochdruckgasleitung Monaco 1. Auf der Trasse von Burghausen nach Finsing führt die Leitung etwa 24 Kilometer durch Ottenhofener Gemeindegebiet. Vom Sommer bis zum Jahresende wird dort voraussichtlich gebaut, wobei die Dauer der Arbeiten von der Witterung abhängt. 350 Meter könne man pro Tag schaffen, „wenn alles optimal läuft“. Zwei Vertreter des Bauherrn und Betreibers Bayernets, Robin Stoffers und Stephan Zacherl, stellten das Projekt am Dienstagabend im Ottenhofener Gemeinderat vor.

Derzeit ist man dabei, Wegerechte einzuholen. Anlieferung der Leitungsrohre und der restliche Baustellenverkehr werden sowohl über öffentliche Straßen als auch über Privatwege durchgeführt. Also wollten die Gemeinderäte und Bürgermeisterin Nicole Schley vor allem über die Belastung der Straßen informiert werden – speziell durch den Schwerlastverkehr.

Der wird laut Stoffers nicht durch den Ort selber rollen, wogegen etwa im Bereich Ober- und Unterschwillach mit Sattelzügen zu rechnen sei. Die werden maximal 18 Meter lang sein und 32 Tonnen Gesamtgewicht haben. Der Rest des Baustellenverkehrs, der dann auch die Ortsstraßen betrifft, seien kleinere Fahrzeuge mit maximal 7,5 Tonnen – „wenn Bauleiter oder Monteure zur Trasse fahren“, so Stoffers. Er beschwichtigte die Ratsrunde: „Der größte Teil der Fahrzeugbewegungen wird entlang der Trasse stattfinden.“

Damit nicht Kommune oder Privatleute auf Schäden sitzen bleiben, wird eine Beweissicherung durchgeführt, „noch bevor der erste Transport rollt“, erklärte Stoffers. Nach Abschluss der Baumaßnahme werde man dann alle von Bayernets benutzten Straßen und Wege abgehen, um eventuelle Beschädigungen zu dokumentieren.

Für die Landwirte hatte der Vertreter der Bayernets die Versicherung mitgebracht, dass darauf geachtet werde, dass Hofzufahrten jederzeit erreichbar sein werden. Außerdem kündigte er eine spezielle Behandlung von Flächen an, die von Bio-Landwirten genutzt werden. Im Übrigen gebe es sowieso strenge Vorgaben im Bereich Naturschutz.

Straßensperrungen wird es auch geben – dort, wo Fahrbahnen offen gequert werden müssen. Das ist vor allem in grundwassernahen Bereichen, speziell im Schwillachtal, nötig. Denn dort sind keine Pressbohrungen möglich, so Stoffers. Die Straßen werden dann jeweils einen Tag unpassierbar sein.  

Michael Luxenburger

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