Bürgerversammlung Ottenhofen

Für den Gemeinderat bleibt’s spannend

Ottenhofen – Umfangreiche Projekte haben Ottenhofen im vergangenen Jahr in Atem gehalten. Während einige bereits als abgeschlossen gelten, werden zahlreiche Vorhaben auch im aktuellen Jahr dafür sorgen, dass den Gemeinderäten nicht langweilig wird.

Rathauschefin Nicole Schley nutzte die Bürgerversammlung, um über den aktuellen Sachstand zu informieren. Wohl wegen der hohen Temperaturen am Freitagabend, wie die Bürgermeisterin vermutete, waren lediglich rund 30 Gemeindebürger bei der Versammlung in der Josef-Vogl-Halle anwesend. Denen berichtete Schley über ein „erfolgreiches Jahr 2015, dessen Ereignisse auch in das aktuelle Jahr reichen.“

Ein Themenbereich über dessen Abschließung sich die Einwohner der Gemeinde Ottenhofen besonders freuen: der Breitbandausbau. Seit dem 10. Juni haben die Ärgernisse über das langsame Internet ein Ende. „Wer jetzt noch kein schnelles Internet hat, ist selber schuld“, sagte Schley. Einen „Masterplan“ wolle der Gemeinderat noch für die letzten „dunklen Flecken“ auf dem Gemeindegebiet erarbeiten. So müssen unter anderem Grashausen und Wimpasing noch an das schnelle Netz angeschlossen werden. „Wo es irgendwie möglich ist, werden wir natürlich noch Leitungen verlegen. Sobald irgendwo eine Straße ausgebaut wird zum Beispiel“, versprach die Bürgermeisterin.

Ein Thema, das den Gemeinderat noch sehr viele Jahre beschäftigen wird, sei der Hochwasserschutz. Nach dem entsprechenden Konzept, das erstellt wurde, habe man zwei Prioritäten ausgearbeitet, die als erstes in Angriff genommen werden sollen. „Zum einen ist das die Grashauser Straße in Ottenhofen“, sagt Schley. Das Hauptproblem sei, dass der Durchmesser des dort vorhandenen Wassergrabens variiert und es so zum Rückstau komme. „Wir würden ihn gerne auf eine gleichmäßige Breite bringen.“

Als nächstes wolle man die Problematik am Tainger Feld in Unterschwillach mildern. Dort soll das Rückhaltebecken aufgeweitet werden. „Wir haben insgesamt 50 000 Euro in den Haushalt eingestellt, und werden jetzt schauen, ob sich damit eines oder sogar beide Probleme in die Hand nehmen lassen“, erklärte Schley.

Noch viele Jahre vergehen werden laut Nicole Schley auch beim geplanten Ausbau der Mühldorfer Zugstrecke. Aktuell befinde sich diese Thematik in der Vorplanungsphase. „Die werden wir natürlich intensiv begleiten, um Einfluss auf Dinge wie den Lärmschutz zu haben.“ Zwar geht die Bürgermeisterin von weiteren 15 bis 20 Jahren aus, bis die Ausbaustrecke wirklich realisiert wird, in dieser Zeit werde sich jedoch noch einiges tun.

Irritiert zeigten sich einige Unterschwillacher, denn laut Schley seien Lärmschutzmaßnahmen bislang lediglich auf der Strecke bis nach Wimpasing vorgesehen, nicht mehr in Unterschwillach. Diese Aussage wolle sie jedoch so schnell wie möglich überprüfen, denn auch bei Ottenhofens Altbürgermeister Josef Kern, der die Thematik bereits vor zahlreichen Jahren begleitet hatte, stieß sie auf Unglauben. „Fakt ist, wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um den Lärmschutz zu ermöglichen und unser Wasserschutzgebiet zu bewahren.“

Während unter anderem der Anbau an den Ottenhofener Bauhof sowie die Sanierung des S-Bahn-Hofs bereits abgeschlossen worden sind, zieht sich der Anbau an die Grundschule, der für die Mittagsbetreuung genutzt werden soll, voraussichtlich noch bis zu den Sommerferien hin. Zu Beginn des Schuljahres soll er bezugsfertig sein. Auch die Gemeinde- und Schulbücherei soll sich dann auf zusätzlichen 25 Quadratmetern einrichten dürfen. Zudem werden die Sanierungsarbeiten am Schützenheim noch dauern. Die erste Phase wurde laut der Bürgermeisterin bereits abgeschlossen, mit den Restarbeiten wolle man bis zum Schießbeginn im Herbst fertig sein.

Intensiv beschäftigt sich der Ottenhofener Gemeinderat momentan mit der Schaffung von Baugrund für Einheimische. „Wir haben wirklich lange Wartelisten, aber leider keine Grundstücke“ (weiterer Bericht folgt).

Julia Adam

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