Eng wird es für den Bach im Bereich der Grashauser Straße. Der Gemeinderat macht sich Sorgen um den Hochwasserschutz.
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Eng wird es für den Bach im Bereich der Grashauser Straße. Der Gemeinderat macht sich Sorgen um den Hochwasserschutz.

Gemeinderat gefordert

Hochwasserschutz ist in Ottenhofen wieder ein großes Thema

Der Hochwasserschutz für Ottenhofen steht plötzlich wieder im Zentrum des Interesses.

Ottenhofen – Grund dafür ist ein Vorgang, den das Landratsamt als Genehmigungsbehörde auf den Tisch des Gemeinderats gebracht hat.

Die Oberflächenentwässerung eines größeren Grundstücks am Blumenweg in Ottenhofen soll nämlich über den dortigen Bach erfolgen. Dort wird gerade ein Bauvorhaben realisiert, und für die Bauphase ist diese Einleitung bereits vorübergehend vom Landratsamt genehmigt worden. Für die dauerhafte Genehmigung aber ist die Gemeinde zu hören. Der Rat vertagte sich aber erst einmal, denn so ganz unproblematisch erschien dem Gemeinderat das quer durch die Fraktionen nicht. Es ist nämlich eins der Gewässer, die beim laufenden Hochwasserschutz eine Rolle spielen.

„Wir wollen den Bach renaturieren“, erinnerte Bürgermeisterin Nicole Schley (SPD) an die bereits begonnenen Planungen. Ihrem Stellvertreter Dieter Effkemann (FW) gefiel das alles gar nicht: „Das ist doch hochwassergefährdet. Bis da Gegenmaßnahmen umgesetzt sind, bleibt das eine gefährliche Stelle.“

Der Abwasser-Zweckverband möchte das Oberflächenwasser aber auch nicht im Kanal haben, wurde beim Sachvortrag deutlich. Der Bereich wird im Mischsystem entwässert. Dazu kommt, dass festgestellt worden ist, dass praktisch alle ihr Oberflächenwasser hier in den Bach einleiten. Das haben dem Bericht der Verwaltung zufolge Kamerabefahrungen ergeben.

Der Gemeinderat will die Zeit, die durch die Vertagung gewonnen wird, für die Klärung noch offener Fragen mit dem Landratsamt nutzen. Alfred Greckl (FW) jedenfalls warnte: „Irgendwann ist das voll. Wir haben eine Engstelle in die Grashauser Straße, die sollten wir nicht verschlimmern.“

Schley wurde auf Nachfrage der Heimatzeitung genauer: „Der Hochwasserschutz hier hat für uns Priorität eins. Das ist aber nicht ganz einfach. Wir müssen erst einmal abwarten, was der Planer uns hier vorschlägt.“ Klar ist für sie, dass Greckl den Kern des Problems erkannt habe, was den Durchlass unter der Grashauser Straße und seine Leistungsfähigkeit angeht. Der Bach verläuft zwischen dem Baugrundstück und der Grashauser Straße zudem so, dass man bei allen Maßnahmen auf Privatgrund muss. Die Bürgermeisterin meinte, dass es schon allein deshalb Gesprächsbedarf gebe. In einer früheren Sitzung hatte sie aber schon angedeutet, dass die ersten Sondierungen in dieser Sache positiv verlaufen seien, sodass die Gemeinde Grund zum Optimismus habe, dass sie hier weiterkommen könne.

Klaus Kuhn

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