Messerstecher von Grafing: Das Urteil ist gefallen

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Gemeinderat Ottenhofen 

Baugebiet Am Schlehbach: Maximal Tempo 30

Das Baugebiet Am Schlehbach in Ottenhofen nimmt Gestalt an.

Ottenhofen– Sichtlich angetan von den Fortschritten bei der Planung begrüßte Bürgermeisterin Nicole Schley (SPD) Roland Kindelbacher, Prokurist und Tiefbau-Ingenieur bei der Planungsgesellschaft WipflerPlan, sowie Planer Sebastian Rehm in der Gemeinderatssitzung.

Kindelbacher stellte eine Planung der Straßen im Baugebiet vor, die eine Umfahrung des gesamten Areals beinhaltet und mit zwei Wendehämmern alle geplanten Grundstücke gut erreichbar darstellen könnte. „Natürlich ist es nur ein Vorschlag. Die Entscheidung kann erst nach Beratungen mit den Gremien gefällt werden“, merkte er an.

Die Grundsätze für eine solche Straßenführung sind dabei die Breite der Fahrbahn (mindestens 5,50 Meter), Bereiche für Fußgänger beziehungsweise Radfahrer und spielende Kinder. Ein wichtiger Punkt seien Parkplätze. Diese könnten, zusammen mit Pflanzbereichen für Bäume, zur Verkehrsberuhigung beitragen.

Das Regenwasser solle möglichst vollständig und ohne Probleme für die anliegenden Grundstücke abfließen können. Es sind mehr Sinkkästen vorgesehen als es früher in solchen Baugebieten üblich war. „Ich bin ein Praktiker. Deshalb möchte ich jetzt schon darauf aufmerksam machen, dass solche Sinkkästen unter Bäumen oder auf Parkplätzen nicht immer ihren Zweck erfüllen können“, sagte Kindelbacher.

Heinrich Schwanzer (CSU) schlug vor, einen Fußweg außerhalb der Baugrundstücke entlang dem Bach in Richtung Bahnhof zu führen. Mit diesem Vorschlag hatte er das Gremium auf seiner Seite. Georg Lippacher (FWO) forderte eine grundsätzliche Breite der Fahrbahn von 4,10 bis 4,75 Meter im Begegnungsverkehr.

Schleys Frage nach dem gewünschten Tempo im Siedlungsbereich wurde allgemein mit höchstens 30 km/h beantwortet. Dass man den Verkehr auch dadurch verlangsamen kann, dass kein eigens erkennbarer Gehsteig gebaut wird und sich jeder auf der Straße überall aufhalten kann, habe sich in vorhandenen Bereichen bereits gezeigt. Siedlungswege ohne Verkehrsberuhigung fanden keine Anhänger im Gemeinderat.

Die Auswahl der Bäume oder anderer Grünpflanzen wurde mit vielen Wortmeldungen diskutiert. Im Norden der Häuser wollte Schwanzer keine Bäume, weil sie zu stark wachsen würden.

Schley war sich sicher, dass es mit den Planungen schnell vorangehe. Dazu beitragen wird auch die Vergabe der Grünplanung. Das Planungsbüro Brandl aus Reisbach hatte dafür mit 13 700 Euro das günstigste Angebot abgegeben. 

rg

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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