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Die Gebühren für Erd- und Urnengräber auf den Friedhöfen in Ottenhofen werden teurer.

Gemeinderat Ottenhofen 

Friedhofsgebühren zum Teil verdreifacht

Die Gemeinde Ottenhofen hat ihre Friedhofsgebühren neu kalkuliert. Für die Gräber muss man künftig viel tiefer in die Tasche greifen.

Ottenhofen– Die Totenruhe auf den Ottenhofener Friedhöfen ist jetzt neu geregelt – zumindest was es die Hinterbliebenen kostet, das Grab für ihre Verwandten zu erhalten. Mit der Neuberechnung wurde Rudolf Hurzlmeier, Kommunalberater aus Straubing, beauftragt. Er hat die Satzung samt Friedhofsgebühren erarbeitet.

Bei Sargbestattungen sind 20 Jahre als Benutzungszeit vorgeschrieben, bei Urnen sind es nur zehn Jahre. Nach ausgiebiger Erklärung seiner Kalkulation erfuhren die Gemeinderäte, dass in Zukunft für ein Einzelgrab in 20 Jahren fast 810 Euro bezahlt werden müssen. Bisher waren dafür nur 358 Euro fällig. Das Familiengrab kostet das Doppelte, also knapp 1620 Euro – ein großer Sprung, denn bisher waren es nur 460 Euro.

Diskussionen gab es über die Gebühren für ein Urnengrab, das mit rund 880 Euro (bisher 407 Euro) für zehn Jahre berechnet wurde, wogegen das Einzelgrab für 20 Jahre nur knapp 810 Euro kostet. Hurzlmeier erklärte das mit dem Kommunalabgabengesetz: Während in einem Einzelgrab maximal zwei Tote ruhen könnten, könne man in einem Urnengrab vier Urnen bestatten. Der Gemeinderat beschloss entgegenkommenderweise, dass die Gebühren jährlich abgerechnet werden.

Interessant war zudem die Anzahl der Gräber. Am Kirchplatz befinden sich im Friedhof 17 Familiengräber. Es sollen hier keine mehr hinzu kommen. Der Friedhof an der Raiffeisenstraße beherbergt derzeit 95 Familiengräber und drei Einzelgräber. Dazu kommen 52 Urnengräber.

Der Freistaat hat die Berechnungsgrundlagen für die Friedhofsgebühren gesetzlich vorgegeben, damit auch die Abschreibungen und die kalkulatorische Verzinsung mit eingerechnet werden. Ottenhofen ist eine von vielen Gemeinden, die dieser Empfehlung des Freistaats folgen, die Gebühren für die Friedhofsnutzung wie eine Firma mit Anlagevermögen und Kosten zu kalkulieren.

Randolf Gänger

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