günstige Wohnungen an Erdinger Strasse 

Ottenhofen baut doch nicht selbst

Kommando zurück: Die Gemeinde Ottenhofen wird im südlichen Teil des ehemaligen Autohaus-Areals nun doch nicht selbst bauen.

OttenhofenEine Grundsatzentscheidung zum sozialen Wohnungsbau hat der Ottenhofener Gemeinderat am Dienstagabend getroffen. Im südlichen Teil des ehemaligen Autohaus-Areals – Perusastraße 1 – wird die Kommune nun doch nicht selbst bauen. Im Gegenteil: Sie will das Gelände im Wege einer Ausschreibung veräußern und hofft dadurch auf Einnahmen von immerhin rund 540 000 Euro. Dafür sprachen sich neun Räte aus, vier votierten dagegen, darunter auch Bürgermeisterin Nicole Schley (SPD). Sie hätte das Vorhaben gerne in kommunaler Hand verwirklicht.

Tatsächlich hatte es lange so ausgesehen, als wolle die Gemeinde auf einem Teil der exponierten Fläche selbst bauen – und zwar günstige Wohnungen. Dazu wollte man öffentliche Fördermittel in Anspruch nehmen. Schley hatte diesen Weg in mehreren öffentlichen Sitzungen favorisiert (wir berichten).

Die Mehrheit der Gemeinderäte aber sah das jetzt anders. Sie war der Meinung, dass die Kommune zwar für Wohnraum sorgen solle, aber es nicht unbedingt ihre Aufgabe sei, diesen auch zu errichten und zu betreiben. Einige Räte argumentierten zudem, dass die Gemeinde eine ganze Reihe eigener Projekte habe und darum auch eine Überlastung von Rat und Verwaltung eintreten könne. Überdies brauche die Kommune dringend Geld für eigene Projekte, die sie technisch nicht vergeben kann, beispielsweise die Schwillacher Straße. In den Augen anderer Räte ist der Grundstücksteil direkt an der Erdinger Straße nicht der attraktivste.

Die Gemeinde hatte das Gelände bekanntlich vor Jahren erwerben können und dort von Beginn an Wohnungen geplant. Einen Teil wollte sie selbst verwirklichen, den größeren an einen Bauträger verkaufen.

Radweg nach Marktschwaben

Einig waren sich die Ottenhofener Gemeinderäte bei einem anderen Punkt in der Sitzung, nämlich einem Radweg nach Markt Schwaben – allerdings nur, wenn er durchgängig gebaut werden kann. Schley bekam den Auftrag, zusammen mit den Bürgermeistern der anderen betroffenen Gemeinden in Grunderwerbsverhandlungen einzusteigen. Sie berichtete, dass sich die Kommunen mit fünf Grundeigentümern einigen müssten.

Das Staatliche Bauamt Rosenheim werde dann den Gemeinden diese Flächen zum Verkehrswert abkaufen. Etwaige Preisunterschiede, sollten sie der Gemeinde zur Last fallen, sollen als Zuschuss für diesen Radweg eingeplant werden.

Rubriklistenbild: © dpa / Lisa Ducret

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