Haushaltsplan Ottenhofen

Eine Million Euro fürs Schloss

Der Gemeinderat Ottenhofen diskutierte den Haushalt 2018. Eine große Einnahme bringt der Verkauf des Schlosses. Heiß diskutiert wurde der eventuelle Kauf eines Reinigungsgerätes.

Ottenhofen – Haushaltsberatungen standen im Gemeinderat Ottenhofen an. Kämmerer Günter Gels verlas die Zahlen und beantwortete mit Bürgermeisterin Nicole Schley (SPD) die Fragen des Gremiums.

Nach den Angaben Gels’ ist der Verwaltungshaushalt gegenüber dem Vorjahr um fast 20 Prozent gestiegen, dafür ist das Volumen des Vermögenshaushalts um mehr als eine Million Euro – das entspricht 30 Prozent – zurückgegangen. Grundsteuer A und B sind gleich geblieben. Die Gewerbesteuer wird im neuen Haushalt mit 420 000 Euro (2017: 230 000) wesentlich höher ausfallen. Dafür wird der Anteil an der Einkommensteuer in etwa gleich bleiben. Geplant sind hier rund 1,7 Millionen Euro.

Das Wahljahr 2018 wird nach Ansicht der Gemeinde eine Schlüsselzuweisung von 253 700 Euro bescheren. Dafür kann die Gemeinde mit einer Überweisung von 1,05 Euro für das Schloss Ottenhofen rechnen. Allerdings entfallen durch den Verkauf die Mieteinnahmen über 10 000 Euro. Diese sinken dadurch 2018 auf 125 410 Euro.

Die Verkehrsüberwachung rentiert sich in Ottenhofen. 50 000 Euro sind hier als Eingang in der Kasse zu verzeichnen. Die Kosten dafür betragen allerdings 40 000 Euro.

Bei den Ausgaben sind vor allem die Löhne und Gehälter mit 350 000 Euro ein großer Posten. Noch mehr muss für die Förderung nach dem BayKiBiG (Bayerisches Gesetz zur Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in Kindergärten, anderen Kindertageseinrichtungen und in Tagespflege), nämlich 510 000 Euro, ausgegeben werden. Die Kreisumlage ist um einiges weniger als 2017. Trotzdem kostet sie 844 000 Euro.

Die Schulden sind auf vorübergehend 3,31 Millionen Euro angestiegen. Einige Anschaffungen, wie ein Fahrzeug für den Bauhof, Ingenieurleistungen und andere Kosten für das Baugebiet am Schlehbach sind die Gründe dafür. In 2018 sind als Investitionen Ausrüstungsgegenstände und Schutzkleidung für die Feuerwehr, ein Anbau an das bestehende Feuerwehrhaus, Kosten für die Kindertagesstätte und die Josef-Vogl-Halle vorgesehen. Den größten Posten in den Investitionsplanungen sind die 600 000 Euro für den Hochwasserschutz.

Getilgt werden von den Darlehen voraussichtlich rund 92 000 Euro. Diskutiert wurde vor allem über den Erwerb eines Reinigungsgerätes für den Bauhof. Stefan Reischl (CSU) war nicht alleine mit der Meinung, ob das nötig sei. Heini Schwanzer, Parteikollege und Chef des Bauhofs, sprach sich vehement für den Kauf aus. „Bis jetzt müssen wir bei jeder Baustelle, bei Unfällen und anderen Straßenverschmutzungen alles mit dem Besen machen. Im Herbst haben wir fast zwei Monate nur mit Laubrechen zu tun. Da sind vier Personen im Einsatz, die Blätter beseitigen. Das alles macht künftig diese Maschine mit nur einer Person drauf. Und mit dem Reiniger können wir in Zukunft vielleicht öfter die Straßen und Gehsteige sauber machen“, begründete er. So wurde der Plan für den Kauf im Haushalt belassen, die Diskussion vertagt. Dieter Effkemann, Vize-Bürgermeister von der FWO, sprach aus, was alle dachten: „Uns geht’s bis auf ein paar kleine Punkte ganz gut.“ Schley konnte eine Abstimmung über den Haushalt ohne Gegenstimme verzeichnen. Randolf Gänger

Rubriklistenbild: © dpa

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