Großes Interesse: Am Sonntag schauten viele Bürger im Feuerwehrhaus vorbei und begutachteten die alten Bilder.
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Großes Interesse: Am Sonntag schauten viele Bürger im Feuerwehrhaus vorbei und begutachteten die alten Bilder.

Heimatforscher Ottenhofen

Hofnamenschilder: 17 Bestellungen gibt es schon

Durchschlagender Erfolg für die sechs Heimatforscher aus Ottenhofen: 17 Bürger haben gleich am ersten Tag die Hofnamenschilder, die das Team entwickelt hat, bestellt.

Ottenhofen Die Ausstellung im Obergeschoss des Feuerwehrhauses sprengte am Wochenende alle Erwartungen. Mehr als 40 Gäste drängelten sich zeitweise in dem Raum. Sie alle wollten die vielen Bilder sehen, die Kartenausschnitte und vieles mehr, was die Heimatforscher in mühevoller Arbeit zusammengetragen hatten. Vorsitzender Franz Weber freute sich über das rege Interesse der Besucher, für die es auch Kaffee und Kuchen gab. Am kommenden Sonntag, 27. Januar, besteht ab 13 Uhr noch einmal die Gelegenheit, sich die interessante Ausstellung anzuschauen.

Bürgermeisterin Nicole Schley zeigte sich begeistert von der Arbeit, die sich die Heimatforscher gemacht haben. Sie schlug vor, die vielen Bilder binden zu lassen, damit diese Forschungsergebnisse auch weiterhin der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Schley will nach einem Weg suchen, wie die Gemeinde das Vorhaben unterstützen kann. Weber zeigte sich angetan von der Idee. Schließlich stehe eine Art Chronik der Gemeinde durchaus auf der Agenda der Heimatforscher.

Das Fotografieren in der Ausstellung war verboten. Der Grund: Es sollte verhindert werden, dass die Leute reihenweise mit ihren Handys die vielen mühsam zusammengetragenen Bilder reproduzieren. „Dann haben sie doch kein Interesse mehr“, sagte der Vorsitzende und erläuterte, dass auf den Hofnamensschildern die erste urkundliche Erwähnung stehe, natürlich der Hofname, die Herrschaft – und, was es war, etwa ein „Halber Hof“. Alfred Greckl kümmert sich um das Projekt und erklärte auf Nachfrage, dass die Schilder aus Aluminium mit einem Schutzlaminat bestünden.

Die Besucher der Ausstellung erfuhren eine ganze Menge – etwa, dass es einmal Ober- und Unterottenhofen gegeben hat. Zu Oberottenhofen gehörte beispielsweise das Schloss.

Weber erzählte auch, wie schwierig es war, an die Daten zu kommen. Ottenhofen gehörte zur Hofmark. „Die haben die Akten weitergegeben oder auch nicht.“ Die Außenbereiche dagegen gehörten zum Kloster Ebersberg, wo die Dokumentation deutlich genauer war. Eine letzte Garantie, was das Datum der Ersterwähnung angeht, könne es darum leider nicht geben, musste Weber einschränkend einräumen.

Klaus Kuhn

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