Seine beiden Museumsstücke – hier die „Kaelble“ aus dem Jahr 1953 – hält Jakob Bauer aus Ottenhofen betriebsbereit.
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Seine beiden Museumsstücke – hier die „Kaelble“ aus dem Jahr 1953 – hält Jakob Bauer aus Ottenhofen betriebsbereit. 

Jakob Bauer und seine Oldtimer-Straßenwalzen 

Schwergewichtiger Blickfang in Ottenhofen

Jakob Bauer, der seinen Kfz-Betrieb direkt an der Ortsdurchfahrt in Ottenhofen hat, sorgt dort für einen besonderen Blickfang: Zwei schwergewichtige Straßenwalzen hat er dort aufgestellt, echte Oldtimer.

Ottenhofen – „Ich bin ein leidenschaftlicher Sammler.“ Jakob Bauer, der seinen Kfz-Betrieb direkt an der Ortsdurchfahrt in Ottenhofen hat, sorgt für einen besonderen Blickfang: Zwei schwergewichtige Straßenwalzen hat er dort aufgestellt, echte Oldtimer, die er beide voll funktionstüchtig hält.

Eine „Hamm“ aus dem Jahr 1966 mit zwölf Tonnen Gewicht und 45 PS, und – etwas zurück gesetzt von der Ortsdurchfahrt – eine „Kaelble“, die aus dem Jahr 1953 stammt, 38 PS hat und so, wie sie da steht, zehn Tonnen auf die Waage bringt. Hier allerdings besteht die Möglichkeit, weitere Gewichte an die mächtigen Hinterräder zu schrauben, so dass sie auf 14 Tonnen kommt. Ursprünglich hatte sie nicht einmal einen elektrischen Anlasser, sondern musste von Hand angekurbelt werden. „Das war aber zu schwer, da hat man den Anlasser nachgerüstet“, erzählt Bauer.

Die beiden Walzen sind geradezu museal im Original-Zustand

Später angebaut wurden auch die Fässer am Heck für das Wasser, das auf den Walzen verteilt wurde. „Sonst blieb der Asphalt ja kleben“, weiß Bauer. Aber sonst sind die beiden Walzen geradezu museal im Original-Zustand.

Die Motoren seien praktisch nicht kaputt zu kriegen, sagt Bauer. So habe das Aggregat in der „Kaelble“ gerade mal zwei Zylinder, aber mit ordentlich Hubraum. „Ich glaub’ so sieben Liter“, meint der Ottenhofener. 1500 Umdrehungen mache der Motor, das reiche dann aber auch.

Er sei öfter schon angesprochen worden auf seine besonderen Schmuckstücke vor der Haustür. „Mich täte es reuen, wenn ich sie hergeben würde“, bekennt er. Und so arbeitet er tatsächlich mit diesen Geräten ab und zu, sorgt mit der Höchstgeschwindigkeit von sechs Kilometern pro Stunde für Verkehrsberuhigung auf die besonders wirksame Art und erlebt: „Die Leute schauen schon, wenn ich damit arbeite.“ Ob eine private Straße oder einen Hof – seine Walzen schaffen das.

„Ich glaub‘ nicht, dass noch jemand im Kreis Erding so was hat“

Dass sie so, wie sie da stehen, auch eine Werbung für seinen Betrieb mit den vielen Oldtimern sind, sei ein durchaus angenehmer Nebeneffekt, findet Bauer. Gefragt, ob er damit auch auf Oldtimertreffen fährt, muss er lächeln. Der Weg zu solchen Treffen sei meist doch recht weit, meint er. „Und du bist da echt am Arbeiten. Die haben ja keine Servolenkung und nix“, sagt er über die Fahrzeuge. Tatsächlich: Die Handkurbel an dem Rad, die bei der „Kaelble“ die Lenkung darstellt, fordert mit dem offen sichtbaren Lenkgetriebe aus zwei Kegelrädern den ganzen Mann.

Aber den Weg bis Pastetten zum Beispiel, den könne er sich schon vorstellen. Das könnte sich für Veranstalter auch durchaus lohnen, denn: „Ich glaub’ nicht, dass noch jemand im Kreis Erding so was hat“, sagt der begeisterte Sammler. 

Klaus Kuhn

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