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Sie wollen für die SPD in den Ottenhofener Gemeinderat (v. l.): Evelyn Rosenberger, Stefan Herbasch, Spitzen- und Bürgermeisterkandidatin Nicole Schley, Thomas Franzl und Renate Bertram. Nicht auf dem Bild: Ruth Heinze, Thomas Miler und Stefan Gentschew. 

SPD Ottenhofen stellt Kandidaten für Kommunalwahlen auf

Nicole Schley und ihre Querbeet-Liste

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Nicole Schley tritt bei den Kommunalwahlen 2020 für die SPD erneut als Bürgermeisterkandidatin für Ottenhofen an. Auf der Liste ist sie die einzige Sozialdemokratin unter Grünen und Parteifreien.

Ottenhofen– In kleiner Runde hat die SPD Ottenhofen die ersten Weichen für die Kommunalwahlen 2020 gestellt. Im Ristorante Camillo wurde Bürgermeisterin Nicole Schley von den gerade einmal vier SPD-Mitgliedern erneut zur Kandidatin gekürt. Sie ist auch die einzige Sozialdemokratin, die auf der gemischten Gemeinderatsliste mit vier Grünen und zwei Parteifreien steht. „Ich bin wahnsinnig begeistert, was für eine tolle Liste wir haben, quasi eine Querbeet-Liste“, schwärmte die 49-Jährige. Das finde sie „ganz großartig, denn Parteipolitik hat in meinen Augen auf dieser Ebene nichts verloren“.

Nicole Schley: „Die Gemeinde ist mir noch mehr ans Herz gewachsen“

Einstimmig wurde Schley zur Bürgermeisterkandidatin gekürt. Wie schon 2014, so solle das auch dieses Mal ein gemeinsamer Wahlvorschlag von SPD und Freien Wählern sein. In den vergangenen sechs Jahren „ist mir die Gemeinde noch mehr ans Herz gewachsen“, gab die Wahl-Ottenhofenerin zu. Als Vorbereitung für die Aufstellungsversammlung habe sie das Wahlprogramm von 2014 hervorgeholt, erzählte Schley und verkündete: „Ich kann hinter alles einen grünen Haken machen.“ Nur der Schwimmteich an der Sempt sei gescheitert, da es sich dabei um ein Gewässer II. Ordnung handle.

Anschließend zählte Schley diverse Punkte aus dem Programm auf, die seit 2014 mit dem Gemeinderat umgesetzt worden seien. Einer ist der Anbau an die Schule für die Mittagsbetreuung – „das erste große Projekt. Wir hatten einen Engpass, und der Bau stand in einem halben Jahr“, erklärte Schley, die besonders stolz ist auf das neueste „Erfolgsprojekt“ – die Waldkindergarten-Gruppe. „Das lief genial“, freute sie sich über die ebenfalls sehr kurze Umsetzungsdauer. „Auch hier habe ich wieder gezeigt, dass ich’s drauf habe“, meinte Schley augenzwinkernd.

„In der Kommunalpolitik kann man direkt was bewegen“

Als weitere umgesetzte Projekte zählte sie das schnelle Internet, die Verbesserung der Infrastruktur und den Hochwasserschutz auf, der jetzt unter anderem mit einer größeren Maßnahme bei Unterschwillach anläuft. Unter der Forderung „Wir brauchen Gemeindewachstum“ nannte Schley das Neubaugebiet am Schlehbach, zum Stichwort „Neue Ortsmitte“ berichtete sie vom Bebauungsplan Schlossplatz und der Überplanung des Areals an der Perusastraße 1.

Das Schloss wurde bekanntermaßen verkauft, erste Pläne für den Umbau sind fertig und sollen im Dezember vorgestellt werden. Im Gebiet an der Perusastraße („Autohaus Bauer“) werden unter anderem kommunaler Wohnungsbau und seniorengerechte Wohnungen realisiert. Jugend- und Vereinsarbeit seien weitere Schwerpunkte gewesen – genannt sei hier etwa der Umbau des Schützenheims.

In der Kommunalpolitik könne man „direkt was bewegen, und das macht mir Freude, auch wenn es mal Gegenwind gibt“, fasste Schley zusammen. Auch dafür hatte sie ein Beispiel parat – die Problematik in Herdweg. „Das ist eine ganz schwierige Nummer geworden. Aber wir arbeiten weiter in die Richtung, die wir eingeschlagen haben – egal, wie hart es ist“, stellte sie klar.

An ihre Mitkandidaten fürs Kommunalgremium gerichtet machte sie deutlich: „Wir haben hart zu arbeiten im Gemeinderat, es stehen viele Themen an.“ Da sei es ein Glück, dass das Gremium kürzlich beschlossen habe, dass ab 2020 das Gemeindeoberhaupt hauptamtlich sein wird. Denn: „Das ist nicht mehr im Ehrenamt zu machen.“

Die SPD-Liste

1. Nicole Schley (SPD), 2. Stefan Herbasch (Grüne), 3. Renate Bertram (Parteifrei), 4. Thomas Franzl (Grüne), 5. Ruth Heinze (Parteifrei), 6. Thomas Miler (Grüne), 7. Evelyn Rosenberger (Parteifrei), Stefan Gentschew (Grüne). Ersatzkandidaten: Raimund Rosenberger, Uwe Bertram.

vam

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