Spion bei Merkel-Regierung enttarnt: Ausländischer Agent war bei Sprecher Seibert aktiv

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Die Schlauchbootfahrt auf der Sempt ist einer der Höhepunkte des Wasserwacht-Zeltlagers am Wiflinger Weiher, das jährlich im Rahmen des Ferienprogramms stattfindet. Heuer muss das Zeltlager komplett entfallen. „Die Corona-Vorgaben sind für so eine Veranstaltung mit Übernachtung gerade mit Kindern nicht zu erfüllen“, bedauert Ortsgruppenleiter Florian Siegl.

Hoffnung auf kleines, aber feines Angebot

Sommerferien-Programm: Drei Gemeinden sagen komplett ab, andere planen weniger

Viele Familien werden die Sommerferien wohl zuhause verbringen. Doch die Pandemie erschwert nicht nur den Urlaub, sondern auch die Ferienprogramme der Gemeinden.

Südlicher Landkreis – Großveranstaltungen sind bis Ende August abgesagt, und für viele dürfte es heuer keinen Urlaub im Ausland geben. Die daheimgebliebenen Kinder haben sich da immer aufs Ferienprogramm gefreut. Doch auch dabei ist heuer nichts wie sonst.

Die Gemeinden im Süden des Landkreises halten es sehr unterschiedlich mit dem Ferienprogramm im Sommer. Finsinger Kinder schauen dabei ganz in die Röhre: Edeltraud Rendel, Sprecherin der Finsinger Elterninitiative, die bisher das Ferienprogramm organisiert hat, muss melden: „Wir werden heuer kein Ferienprogramm machen können.“ Grund sei die große Schwierigkeit bei der Einhaltung von Hygiene-Vorschriften aufgrund der Corona-Krise. „Das alles können wir auch gut verstehen“, sagt sie, bedauert aber zugleich, dass in Finsing den Kindern nichts geboten werden könne.

Zu viele Unsicherheiten für ein Ferienprogramm

Das gilt auch für die KLB in Pastetten, die aus den gleichen Gründen für heuer alles abgesagt hat. Die Ortsgruppe teilt auf Nachfrage mit, dass sie sich nicht in der Lage sehe, etwas auf die Beine zu stellen bei derart vielen Unsicherheiten. In Buch am Buchrain sieht es genau so aus: Die stellvertretende Jugendreferentin Birgit Hipper erklärt auf Nachfrage knapp: „Nix gibt es. Das mit Corona, das war uns zu unsicher.“

Noch keine Entscheidung ist hingegen in Forstern gefallen. Eva Schmid aus der Verwaltung sagt aber, dass am kommenden Montag, 15. Juni, eine Besprechung mit den Vereinen angesetzt sei. „Da werden wir festlegen, ob wir heuer genügend Vereine zusammenbekommen, die etwas machen können.“

Moosinnings Ferienprogramm schon online – Fragezeichen bei der Durchführung

Die Hygienevorschriften treiben auch Organisatorin Petra Neitzel in Ottenhofen um. „Wir arbeiten gerade an einem Hygienekonzept.“ Veranstaltungen in geschlossenen Räumen würden daher wohl ausfallen, aber auf jeden Fall solle etwas für die Kinder auf die Beine gestellt werden, wohl fast durchgängig an der frischen Luft. Allerdings muss sie in dem Gespräch mit der Heimatzeitung noch vieles offen lassen.

Das gilt auch für die Gemeinde Moosinning: Hier ist zwar ein imposantes Ferienprogramm mit Ausflügen, Disco, Malen und Kräuterbuschenbinden online gestellt, aber es gibt Fragezeichen bei der Durchführung.

Wörth will Programm Ende Juni veröffentlichen

In der Gemeinde Wörth hat man schon reagiert und die Anmeldung umgestellt: Ende des Monats will man das Programm veröffentlichen und dann vom 5. bis 9. Juli Zeit für die schriftliche Anmeldung direkt im Rathausbriefkasten geben. Klar: Schlangestehen mit Abstand und Maske ist nicht vergnügungssteuerpflichtig. Kleinere Gruppen und auch ein reduziertes Angebot trifft hier, wie die Gemeinde mitteilt, auf die Tendenz, in den Ferien daheim zu bleiben.

Das ist aus Sicht von Ulla Dieckmann und Esther Pistillo, die hier verantwortlich zeichnen, sicher nicht optimal. „Wir sind noch am Sammeln von Projekten. Manche Veranstaltungen werden wir bei diesen Auflagen gar nicht machen können“, sagt Pistillo auf Nachfrage und muss ein großes Fragezeichen setzen: „Sollte jetzt noch eine Welle kommen, werden wir es absagen müssen.“

Viele Familien bleiben daheim – Ferienangebot enorm wichtig

Sie ist auch für den Bereich der Verwaltungsgemeinschaft zuständig, zu der auch Walpertskirchen gehört. Jugendreferent Stephan Glaubitz konnte noch nicht sagen, wie groß das Programm wird. Auch er sammle gerade Vorschläge. Der Open-Air-Film sei beispielsweise eine Sache, die wohl wieder laufen könne, weil sich hier alle Hygienebestimmungen einhalten lassen dürften, deutete er schon mal an.

Dieckmann ergänzt, dass vom Kreisjugendring noch Informationen ausstünden. Das wäre auch in der aktuellen Lage hilfreich. „Es wird sicher weniger sein. Was wir aber versuchen werden, ist, Dinge mehrfach anzubieten, weil die Gruppen kleiner sein werden.“ Weil viele Familien daheim bleiben werden, sei das enorm wichtig, dass es in den Sommerferien ein Angebot gebe, so Dieckmann.

Anmeldungen in Neuching bis 19. Juni

Richtig beeilen müssen sich Kinder und Eltern in Neuching. Die Gemeinde teilt mit, dass bis Freitag, 19. Juni die Anmeldungen im Rathaus sein müssen. Die Ferienpässe werden am Mittwoch, 22. Juli, ab 16.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses ausgegeben.

Das Team hat eine dringende Bitte: Sollte sich die Familie eines angemeldeten Kindes zu einem spontanen Urlaub entscheiden, sollte sie sofort Bescheid geben, damit ein anderes Kind nachrücken kann: „Bitte nicht bis zur Passabholung warten.“ Bürgermeister Thomas Bartl verweist in seinem Grußwort zum Programm, das auf der Homepage der Gemeinde abrufbar ist, ausdrücklich auf die geltenden Hygienebestimmungen. Team-Mitglied Bärbel Bartl: „Es ist etwas kleiner als letztes Jahr. Wir versuchen, dass wir es machen können.“ Aber auch sie muss sich vorbehalten, den einen oder anderen Programmpunkt abzusagen.

Klaus Kuhn

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