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Filmmusik und Lieblingssongs geben die rund 40 Sänger des Chors Ottissimo beim ersten Konzert zum Besten.

Chor Ottissimo

Lieblingssongs beim ersten Konzert

Ottenhofen – Seit fünf Jahren gibt es den Ottenhofener Chor Ottissimo. Am kommenden Samstag geben die rund 40 Sänger ihr erstes Konzert in Eigenregie.

„Wer als Musiker kein Lampenfieber mehr hat, der sollte sich Gedanken machen“, sagt Kerstin Gallenberger. Vor vier Jahren hat sie den Ottenhofener Chor Ottissimo ins Leben gerufen. Am Samstag, 22. Oktober, geben die Mitglieder erstmals ein Konzert in Eigenregie.

Einen Bezug zum Heimatort und zur Musik, das sollte der Name des Chors beinhalten, als sich 2012 rund 20 Mitglieder dazu entschlossen, endlich eine weltliche Gesangsgruppe zu gründen. Schnell war klar: Die leidenschaftlichen Sänger werden sich in Zukunft Ottissimo nennen. Dabei steht das „Ott“ für Ottenhofen und das „issimo“ für unterschiedliche musikalische Grundbegriffe wie „fortissimo“ oder „prestissimo“.

Mittlerweile ist der Name in der Gegend ein Begriff. Insgesamt 40 aktive Sänger aus Ottenhofen, Neuching, Markt Schwaben und Erding proben Woche für Woche unterschiedliche Stücke unter der Leitung von Kerstin Gallenberger. Seit einem Jahr konzentrieren sich die Musikliebhaber jedoch auf zwölf ganz besondere Lieder, denn diese wollen sie am Samstag in der Josef-Vogl-Halle in Ottenhofen zum Besten geben. Ganz unter dem Motto „Filmmusik und Lieblingssongs“ soll das erste große Konzert der Ottissimo-Sänger stehen. „Das wird sehr abwechslungsreich, da mit Lieblingslied schließlich alles gemeint sein kann“, erzählt Gallenberger im Gespräch mit der Heimatzeitung. Ob aus dem „Dschungelbuch“, oder aus „Sister Act“, auch bekannte Filmmusik werden die Konzertbesucher zu hören bekommen. Mehr möchte die Chorleiterin jedoch noch nicht verraten. So viel sei aber gesagt: Auch in sprachlicher Hinsicht werden sich die Sänger bemühen müssen, denn neben deutschen Texten sollen auch englische, französische und italienische Stücke gesunden werden.

Das ist nicht die einzige Herausforderung, vor der die Mitglieder im Alter zwischen 16 und 60 Jahren stehen. Für sie ist das Konzert das erste große Event, das sie in Eigenregie auf die Beine stellen. „Bisher sind wir oft am Christmas Hill, oder bei Hochzeiten und Märkten aufgetreten. Es wird also die schwerste Aufgabe für den Chor sein, eine solch lange Zeit 100 Prozent abzuliefern“, vermutet Gallenberger. Und auch für sie ist der Abend eine Herausforderung. „Ich muss das Spielen am Klavier, das Dirigieren und den Solo-Teil unter einen Hut kriegen“, sagt sie. Zwar verfügt die 39-Jährige Forsternerin über einige Erfahrung im Musikgeschäft, denn neben ihrer Tätigkeit als Kirchenmusikerin im Pfarrverband Neuching-Ottenhofen gibt sie Klavierunterricht und leitet die musikalische Früherziehung in einem Kindergarten. Zudem ist sie studierte Kirchenmusikerin. Dennoch wird sich auch bei der vierfachen Mutter die Nervosität breit machen, vermutet sie. „Das gehört einfach dazu. Wenn ein Musiker kein Lampenfieber mehr hat, ist er eindeutig zu abgebrüht für diese Tätigkeit.“

Trotz Organisationsstress freut sich die Chorleiterin auf das Konzert, denn sie ist sich sicher: „Ottissimo“ wird die Zuschauer begeistern. „Der Chor ist mittlerweile zu einer wahnsinnig guten Gemeinschaft geworden. Das ist es, was uns ausmacht“, begründet sie und ergänzt: „Es ist wohl die schwerste Aufgabe, als homogene Gruppe aufzutreten, also keine Stimme herauszuhören, das gelingt uns inzwischen richtig gut.“ Rund eineinhalb Stunden wird das Konzert dauern. Unterstützt wird der Ottenhofener Chor vom Jugendensemble der Stadtkapelle Erding. Beginn ist um 19 Uhr.

Julia Adam

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