Neujahrsempfang

Schley: Ottenhofen hält zusammen

Ottenhofen - Dass alle Ottenhofener zusammenhalten, sobald es nötig ist, haben sie im vergangenen Jahr überzeugend unter Beweis gestellt.

Dass alle Ottenhofener zusammenhalten, sobald es nötig ist, haben sie im vergangenen Jahr überzeugend unter Beweis gestellt. Bürgermeisterin Nicole Schley lobte das beim Neujahrsempfang der Gemeinde (wir berichteten). Sie spielte damit auf die Auswirkungen der Flüchtlingswelle auf das Ottenhofener Gebiet an.
„Letztes Jahr habe ich noch gesagt, dass Sinn und Inhalt eines Neujahrsempfangs nicht die Weltpolitik sein sollte“, sagte die Bürgermeisterin. Die Ereignisse von 2015 hätten das Gegenteil bewiesen. Die Flüchtlingswelle sei auch in Ottenhofen endgültig angekommen. „Die Gemeinde ist für die Unterbringung der Asylbewerber verantwortlich“, erklärt Schley den Hintergrund.
Sie zeigt sich dankbar für die große Unterstützung der Bürger: „Es haben sich sehr schnell rund 40 Personen zu einem Helferkreis zusammengeschlossen. Eine richtige Welle der Hilfsbereitschaft hat eingesetzt, und sie hält weiterhin an“, sagte die Rathauschefin. So habe man die ankommenden Flüchtlinge mit der nötigen Grundausstattung wie warme Kleidung und Geschirr versorgen können. „Ich kann beispielsweise mein Essen nicht ohne Topf kochen“, veranschaulichte Schley die Dringlichkeit der Aktionen des Helferkreises um Koordinatorin Andrea Stiegler.
Die größte Herausforderung stehe der Gemeinde jedoch noch bevor: die Integration der Flüchtlinge in die Gesellschaft. Doch das Gemeindeoberhaupt ist sich sicher: „Wenn wir Deutschen vor einem Problem stehen, dann lösen wir dieses auch.“ Arbeitsgruppen wie zum Beispiel für Gesundheitsthemen habe man bereits gebildet.
Der Bürgermeisterin hatte sich 2015 ein weiterer Grund geboten, stolz auf ihre Gemeinde zu sein: „Trotz des unglaublichen Engagements für die Asylbewerber sind immer noch genügend Helfer für die Nachbarschaftshilfe unterwegs.“ Es sei wichtig, den Einheimischen, deren Bedarf an Hilfe oftmals nicht so offensichtlich sei wie der der Flüchtlinge, trotzdem genauso unter die Arme zu greifen.

Eine Spende über 2325 Euro soll es den Mitgliedern der Nachbarschaftshilfe ermöglichen, auch im aktuellen Jahr wieder aktiv zu sein. Der Betrag ist bei der Aktion „Ottenhofen feiert Advent“ zusammen gekommen. Eine Vielzahl der örtlichen Vereine hatte sich an der Veranstaltung beteiligt. Auch in diesem Jahr wolle man die Feier organisieren, möglicherweise sogar in größerem Umfang.

ja

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