Nicole Schley wurde zur Vorsitzenden der VG Oberneuching gewählt.
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Nicole Schley wurde zur Vorsitzenden der VG Oberneuching gewählt.

Ottenhofens Bürgermeister gewählt

Nicole Schley ist Chefin der VG Oberneuching

  • vonDaniela Oldach
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Nicole Schley (SPD) ist die neue Gemeinschaftsvorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Oberneuching. Ihr Stellvertreter ist Neuchings Bürgermeister Thomas Bartl (CSU).

Oberneuching – Nicole Schley (SPD) ist die neue Gemeinschaftsvorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Oberneuching, die aus den Kommunen Neuching und Ottenhofen besteht. Einstimmig wurde die Ottenhofener Bürgermeisterin in der konstituierenden Gemeinschaftsversammlung am Mittwoch als Chefin gewählt.

Kurios: Vorgeschlagen hatte sie Neuchings Rathauschef Thomas Bartl (CSU), der ebenfalls auf dem Wahlzettel gestanden hatte. Bartls Name auf dem Stimmzettel war aber rein pro forma. „Du hast schon sechs Jahre Erfahrung und hattest auch eine gute Zusammenarbeit mit meinem Vorgänger Hans Peis“, sagte Bartl, als er Schley vorschlug und somit auch gegen sich selbst stimmte. „Das freut mich sehr. Es gibt auch keine schriftliche Regelung, ob der Vorsitzende aus Ottenhofen oder Neuching kommt. Aber es ist eine Aufgabe, die auch viel Zeit erfordert“, antwortete Schley, die bekanntermaßen seit dieser Legislaturperiode hauptamtliche Bürgermeisterin ist.

400 Euro monatlich als Entschädigung

Als Wahlleiter fungierten Dieter Heckel (FWO, Ottenhofen) sowie Verwaltungschefin Andrea Knauer und Otto Hainz (SPD, Neuching).

Schley revanchierte sich dann, indem sie Bartl als ihren Stellvertreter vorschlug. „Es könnte aber auch jedes andere VG-Mitglied machen“, erklärte sie. Doch auch diese Wahl fiel ebenso eindeutig aus: Bartl wurde ohne Gegenkandidat einstimmig zum Zweiten VG-Vorsitzenden gewählt.

Für ihre Arbeit als Chefin der Verwaltungsgemeinschaft enthält Schley eine monatliche Entschädigung in Höhe von 400 Euro. Bisher waren es 290 Euro. Bartl bekommt 250 Euro (bisher 144 Euro). „Wir wollen nicht selbst unser Gehalt festlegen“, hatte Schley mit einem Schmunzeln gesagt und die Diskussion eröffnet.

Hainz begann und brachte 400 Euro für Schley und zuerst 200 Euro für Bartl ins Gespräch. „Gibt es denn einen Vorschlag vom Bayerischen Gemeindetag?“, wollte Beatrix Ertl (CSU, Neuching) wissen. „Nein“, sagte Knauer, „es gibt keine Empfehlungen. Es ist eine ehrenamtliche Entschädigung“. Einstimmig fiel dann das Ergebnis auf 400/250 Euro.

Die VG-Räte selbst bekommen für jede Zusammenkunft 35 Euro. Damit wurde die Pauschale um fünf Euro angehoben.

Verfügungsrahmen auf 12 000 Euro erhöht

Da die VG auf eine elektronische Ladung umstellt, müssen künftig Einladungen oder weitere Dokumente selbst ausgedruckt werden. Während Ottenhofen noch nicht über sein eigenes Sitzungsgeld abgestimmt hat, sind 35 Euro für Gemeinderatssitzungen in Neuching bereits fix. „Ich schlage 35 Euro vor. Dann nähern wir uns Neuching an“, hatte Ottenhofens VG-Rat Sebastian Weber (CSU) gesagt. Einstimmig wurde dies beschlossen.

Der Stundensatz für die Entschädigung beziehungsweise den Verdienstausfall bei Selbstständigen beträgt jetzt 20 Euro pro volle Stunde. „Das hat aber nie jemand beantragt“, informierte Schley die Räte.

Der Verfügungsrahmen der Vorsitzenden für die VG wurde auf 12 000 Euro (bisher 7000 Euro) festgelegt. Diesen Handlungsspielraum hat auch Bartl als Neuchinger Bürgermeister. In Ottenhofen darf Schley bis zu 10 000 Euro genehmigen. „Es ist ja alles schon über den Haushalt festgelegt“, verdeutlichte Schley.

Dass auch alles seine Ordnung hat, darüber wacht der Rechnungsprüfungsausschuss. Für die ersten drei Jahre der Wahlperiode hat Heckel den Vorsitz übernommen. Weitere Mitglieder sind Markus Lanzl (FWG, Neuching) und Otto Hainz. Nach drei Jahren wird Hainz zum Chef, unterstützt von Ertl und Weber. 

do

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