Drohneneinsatz gegen Wildtierverluste bei Mäharbeiten: Feuerwehr und Jagdgenossen planen eine gemeinsame Beschaffung. Unser Bild entstand im Jahr 2018 bei einer Vorführung der neuen Technik beim Kreisjagdverband Erding.
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Drohneneinsatz gegen Wildtierverluste bei Mäharbeiten: Feuerwehr und Jagdgenossen planen eine gemeinsame Beschaffung. Unser Bild entstand im Jahr 2018 bei einer Vorführung der neuen Technik beim Kreisjagdverband Erding.

Drohne für Jagdgenossen und Feuerwehr Ottenhofen?

Schutz für Rehe und vor Bränden: Obhut von oben

Von oben hat man oft den besten Überblick. Nun spielen die Jagdgenossen und die Feuerwehr Ottenhofen mit dem Gedanken, gemeinsam eine Drohne mit Wärmebildkamera anzuschaffen.

Ottenhofen – Von oben hat man oft den besten Überblick. Moderne Drohnen können bei vielen Anlässen wertvolle Bilder aus der Vogelperspektive liefern. Sie werden mittlerweile vielerorts genutzt, um beispielsweise Glutnester bei Flächenbränden aufzuspüren, Personen bei einer Vermisstensuche zu finden oder auch Wildtiere im Gras aufzuspüren. Nun spielen die Jagdgenossen und die Feuerwehr Ottenhofen mit dem Gedanken, gemeinsam eine Drohne mit Wärmebildkamera anzuschaffen.

Ein Gerät kostet rund 3300 Euro. Die Gemeinde Ottenhofen prüft derzeit etwaige Zuschüsse. 2018 war die Technik das erste Mal im Landkreis Erding bei einem Termin des Kreisjagdverbands vorgeführt worden. Seither ist die Drohnentechnik vorangekommen. Die Geräte sind kleiner, leistungsfähiger und vor allem bezahlbarer geworden. Vorgestellt wurde diese Technik seinerzeit bei Langenpreising, und es ist tatsächlich aus der Luft ein Rehkitz aufgespürt worden. Schon 2018 konnten zehn Hektar in 15 Minuten aus einer Höhe von 50 Metern abgesucht werden.

Das Hauptinteresse der Jagdgenossen gilt in der Sache dem Tierschutz. Bayernweit kommt eine fünfstellige Anzahl an Rehwild jedes Jahr durch „Mähverluste“ zu Tode, wenn im hohen Gras verborgene Kitze von den großen Mähmaschinen getötet werden. Geraten Teile von Tierkadavern ins Futter für landwirtschaftlich genutzte Tiere, können Kühe ernsthaft krank werden.

Gerhard Stock, Geschäftsführer beim Bayerischen Bauernverband, sprach von einer „super Sache“, die da in Ottenhofen voraussichtlich gemacht werde. Drohnen haben sich nach seinen Worten bewährt. „Es ist für die Bauern immer ganz schlimm, wenn die bei Mäharbeiten ein Rehkitz erwischen“, meinte er.

Klaus Kuhn

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