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Volle Hütte beim Neujahrsempfang Ottenhofen, der wie immer denen gewidmet war, die in der Gemeinde Verantwortung für das Allgemeinwohl übernehmen. Am Pult: Bürgermeisterin Nicole Schley.

Schulpartnerschaft organisiert Austausch

Ottenhofen erwartet Lehrerbesuch aus Namibia

Der geplante Lehreraustausch mit Namibia war Thema im Ottenhofener Neujahrsempfang. Dort dankte Nicole Schley auch allen, die sich in der Gemeinde engagieren.

Ottenhofen – „Hanni, du kannst die Würstel reinschmeißen!“ Ottenhofens Bürgermeisterin Nicole Schley (SPD) unterbrach ihre Ansprache zum Neujahrsempfang um Sportheim um exakt 11.40 Uhr, damit die Weißwürste ja das 12-Uhr-Läuten nicht hören, wie es bayerische Tradition ist.

Dem anlaufenden Kommunalwahlkampf musste sie dennoch einen, wenn auch kleinen, Tribut zollen: „Wir können stolz sein auf das, was wir geschafft haben, weil wir das gemeinsam geschafft haben mit einem Gemeinderat, in dem Parteipolitik nichts zu suchen hat.“

Naturkindergarten: „Jeder hat so seine Lieblingsprojekte“ 

Sechs Jahre Wahlperiode – ihre erste – ließ die Bürgermeisterin im Eiltempo noch einmal vorbei ziehen: Wasserversorgung und Hochwasserschutz, Bebauungspläne und Schulerweiterung, Breitband und Bauhofmodernisierung. Vieles wird auch das Jahr 2020 beherrschen, vor allem der Hochwasserschutz und die Modernisierung der Wasserversorgung. „Wir wollen die Bürger nicht ausnehmen“, betonte sie, aber es werde wohl bei der Wasserversorgung um Verbesserungsbeiträge von bis zu 3000 Euro pro Haushalt zu gehen haben, wie sie vorsichtig andeutete. Freilich konnte sie den Waldkindergarten nicht auslassen. „Ich weiß, der Gemeinderat kann es schon nicht mehr hören, aber jeder hat so seine Lieblingsprojekte“, sagte Schley, die am 15. März als Einzige ums Bürgermeisteramt in Ottenhofen kämpft.

Nicole Schley: „Ihr leistet alle einen großen Beitrag für die Gemeinde. “

Eingeladen zum Empfang waren alle, die in welcher Funktion auch immer für die Gemeinde aktiv sind. „Ihr leistet alle einen großen Beitrag für die Gemeinde. Das macht unsere Gemeinde so schön und so lebenswert!“ Das Sportheim drohte angesichts all derer, auf die diese Bemerkungen zutreffen, zu klein zu werden: „Volle Hütte, so mag ich das“, freute sich Schley denn auch, als sie zu ihrer kurzen Rede ansetzte und der Reihe nach alle Bereiche, die da vor ihr vertreten waren, durchging.

Zum Beispiel die Mittagsbetreuung: „59 Kinder sind das jetzt, ihr wuppt das alles hervorragend!“ Die Schule wird im Zuge des Digitalpakts mit Unterstützung des Freistaats demnächst neu mit Geräten ausgestattet, und kritische Stimmen aus der Bevölkerung nahm sie auf: „Ja, die Kinder lernen noch lesen, schreiben und rechnen, aber wir können uns den modernen Dingen nicht entziehen.“ Die ehrenamtlich geführte Bücherei werde teilweise neue Regale erhalten.

500-Euroo-Spende für Bäume

Zudem sei eine Spende über 500 Euro für Bäume eingegangen, sagte sie dankbar. Offenbar wollte der Spender nicht genannt werden, doch die Bäume werden beim Waldkindergarten gepflanzt. „Wir sind zwar nur Pächter, aber wir müssen den Wald auch pflegen.“

Martina Zoglowek als Vorsitzende des Schulpartnerschaftsvereins berichtet kurz über das Projekt, sechs Lehrer aus Namibia nach Ottenhofen zu holen. Die Partnerschaftsschule stehe mit einer Erweiterung von aktuell 230 auf 400 Schüler vor einem gewaltigen Sprung. Schley ergänzte, dass an dem Austausch jetzt auch Wörth und die Realschule Markt Schwaben Interesse angemeldet hätten. Am Programm für den Besuch werde gearbeitet.

Dankbar zeigte sie sich für die erfolgreiche Sammlung der Caritas. 400 Euro habe sie vorgestreckt, damit noch vor Weihnachten konkret habe geholfen werden können.

Klaus Kuhn

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