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3,2 Millionen Euro Schulden hat die Gemeinde Ottenhofen. 2020 sollen es Null Euro sein.

Trotz rückläufiger Gewerbesteuer

Ottenhofen will 2020 schuldenfrei sein

2020 will die Gemeinde Ottenhofen ihre Schulden komplett zurückzahlen. Das könnte schwierig werden, da die Gewerbesteuereinnahmen sinken.

Ottenhofen Die Gemeinde Ottenhofen will 2020 nach Möglichkeit alle Schulden zurückzahlen. Das kündigte Bürgermeisterin Nicole Schley (SPD) im Gemeinderat an. Die Vorzeichen sind allerdings nicht die besten.

Der Zwischenbericht zum Haushalt 2019 geht von 100 000 Euro weniger Gewerbesteuereinnahmen aus als geplant. Das trübt die Bilanz, aber Kritik üben wollte kein Gemeinderat, zumal die Kommune auf diesen Wert kaum Einfluss hat. Ottenhofen steht bei den Banken derzeit mit gut 3,2 Millionen Euro in der Kreide. Zwei Millionen Euro davon stammen aus dem Grunderwerb fürs Einheimischenmodell. Diese Summe soll 2020 auf einem Schlag getilgt werden.

Über die verbleibenden 1,2 Millionen werde man sich noch zu unterhalten haben, so Schley. 800 000 Euro hatte die Gemeinde Schulden aus der Sanierung der Josef-Vogl-Halle, als sie ihr Amt 2014 angetreten habe, erinnerte die Bürgermeisterin – und das bei leeren Konten.

Der Zwischenbericht ließ auch bei der Grundsteuer eine Verschiebung erkennen: leichter Rückgang bei der Grundsteuer A (landwirtschaftliche Flächen), deutliche Steigerung bei den Wohnflächen, ein noch größeres Plus beim Einkommensteueranteil. Alles das konnte aber den Rückgang bei der Gewerbesteuer nicht ausgleichen. Dafür werden 45 000 Euro weniger Gewerbesteuerumlage fällig.

Im Vermögenshaushalt sind bisher nicht alle geplanten Investitionen realisiert worden, teilweise auch, weil die Planungen der Gemeinde noch nicht so weit waren. Manches aber, wie der Hochwasserschutz, steht mit dem Vermerk „In Bearbeitung“ in der Vorlage. Der eine oder andere Grunderwerb mit 149 500 Euro ist mit „in Ausführung“ vermerkt.

Unter dem Strich bilanziert die Kämmerei Einnahmen von knapp 517 000 Euro, bei Ausgaben von rund 300 000 Euro, sodass die Gesamtsumme der Guthaben laut Bericht aktuell bei 2,3 Millionen Euro liegt. „Wir sind also handlungsfähig“, kommentierte Schley die Zahlen im Gespräch mit der Heimatzeitung.  

Klaus Kuhn

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