Kritik am Anbau-Entwurf

In der Krippe wird’s eng

Die Gemeinde Ottenhofen wird zügig eine komplette zusätzliche Gruppe in der Kinderkrippe benötigen. Bürgermeisterin Nicole Schley hat nach eigenen Angaben vergleichsweise kurzfristig Zahlen hierzu auf den Tisch bekommen und ist davon einigermaßen überrascht worden. Im Gemeinderat legte sie nun bereits einen Anbau-Entwurf für den bestehenden Kindergarten vor. Dieser zur Straße hin orientierte Flachbau stieß im Gremium jedoch nicht auf allzu viel Gegenliebe.

Ottenhofen – Dafür gab es mehrere Gründe: Erstens gefiel einigen Gemeinderäten die Gestaltung nicht. Der Flachbau rückt dicht an die Straße, gefährdet aber nach Aussage der Verwaltung die bestehenden Parkplätze nicht. Ob es technisch oder baurechtlich möglich ist, den Anbau zweigeschossig zu gestalten, konnte die Verwaltung nicht auf Anhieb beantworten.

Zweitens war das Gebäudekonzept für viele im Gemeinderat zu kurzfristig gedacht. Nicht wenige Räte bestanden darauf, dass die Gemeinde erst einmal eine Bedarfsanalyse erstellen sollte, was die Zahl der Kinderbetreuungsplätze angeht. Diese Forderung wurde vor allem vor dem Hintergrund erhoben, dass die Gemeinde ein großes Neubaugebiet angefangen hat. Dazu kommt, dass die bisher bekannten Zahlen auch nach Aussage der Verwaltung als veraltet anzusehen sind. So entstand im Gemeinderat der Gedanke, zunächst mit einer Containerlösung zu arbeiten. Damit könne der kurzfristige Bedarf von zwölf Plätzen sehr schnell befriedigt werden, während sich die Gemeinde daran machen könne, eine große Lösung zu erarbeiten.

Der Blick des Gremiums richtete sich vor allem auf das Lehrerwohnhaus, für das ohnehin eine vernünftige Nutzung gefunden werden müsse. Das jedoch gestaltet sich bei Kinderkrippen nicht ganz einfach, denn die Verwaltung wies darauf hin, dass sie ebenerdig sein müssten.

Fest steht, dass auf die Gemeinde erhebliche Kosten zukommen, über deren Höhe noch niemand Aussagen machen konnte und wollte. Das Gremium verständigte sich darauf, eine Bedarfsanalyse voranzutreiben, und es soll versucht werden, Aussagen über die Machbar- und Finanzierbarkeit einer Containerlösung zu bekommen.

Allen im Gemeinderat war dabei klar, dass jetzt erheblicher Zeitdruck besteht. Das galt umso mehr, als Schley auf Nachfrage aus dem Gremium festhalten musste, dass durch den neuen Waldkindergarten im bestehenden Kindergartengebäude kein Raum frei werde.  klk

Rubriklistenbild: © dpa / Georg Wendt

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