Corona-bedingt war die letzte Gemeinderatssitzung in Ottenhofen etwas schwierig. In der Josef-Vogl-Halle verabschiedeten sich sechs Mitglieder des Gremiums.
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Genügend Abstand: Die Ottenhofener Gemeinderäte tagten in der Josef-Vogl-Halle. Die Zuhörer konnten der letzten Sitzung der Amtsperiode auf der Galerie folgen.

Letzte Sitzung der Wahlperiode

Sechsfacher Abschied im Ottenhofener Gemeinderat

Corona-bedingt war die letzte Gemeinderatssitzung in Ottenhofen etwas schwierig. In der Josef-Vogl-Halle verabschiedeten sich sechs Mitglieder des Gremiums.

Ottenhofen – Die letzte Sitzung in der alten Wahlperiode des Ottenhofener Gemeinderates war eine denkwürdige: Sie musste, um die vorgeschriebenen Abstandsregeln einhalten zu können, in die Josef-Vogl-Halle verlegt werden.

Das gab eine ganze Reihe auch technischer Probleme, denn die Halle ist von ihrer Akustik her für eine Nutzung dieser Art völlig ungeeignet. Gleich zu Beginn musste Bürgermeisterin Nicole Schley (SPD) daher dringend um äußerste Disziplin bitten, damit überhaupt alle Gemeinderäte einander verstehen konnten. Die drei Zuhörer wurden, genau wie es schon in anderen Gemeinden praktiziert wurde wurde, auf die Empore verbannt, wo sie keine Sitzplätze hatten, sondern im geforderten Abstand voneinander an der Brüstung stehen konnten.

Sechs neue Gemeinderäte für Ottenhofen

Unter diesen Bedingungen gab der alte Gemeinderat noch einmal alles. Das Gremium hat es bei äußerster Konzentration tatsächlich geschafft, ganz wesentliche Dinge abzuarbeiten, die einem neuen Gemeinderat – immerhin wird es sechs neue Gemeinderäte in der neuen Wahlperiode geben – wohl Probleme bereitet hätten.

Allen voran steht der Haushalt für 2020, der noch vom alten Gremium verabschiedet werden konnte. Dazu kam ein Bebauungsplan, das weitere Vorgehen bei den Kinderbetreuungseinrichtungen und etliches mehr. Auch die sechs Gemeinderäte, die teilweise unfreiwillig im neuen Gremium nicht mehr dabei sein werden, übten ihr Ehrenamt bis zuletzt mit Engagement aus.

Geschenke für scheidende Räte

Am Schluss der öffentlichen Sitzung, der man schon wegen der sechs ausscheidenden Gemeinderäte ein paar Zuhörer mehr hätte gönnen können, fand die Bürgermeisterin für das Sextett freundliche Worte, teilweise auch sehr persönliche. Kleine Geschenke gab es auch für Heinrich Schwanzer und Klaus Stadler (beide CSU, sechs Jahre im Rat), Vizebürgermeister Georg Lippacher (FW, 12 Jahre), Josef Greckl (CSU, 19 Jahre), Andrea Rappold (FW, 18 Jahre) und Andrea Börner (parteifrei, sechs Jahre).

Auf das offizielle Pressebild musste Corona-bedingt diesmal allerdings verzichtet werden, genau wie eine größere öffentliche Würdigung der Scheidenden. Das soll allerdings in der Bürgerversammlung am 20. November nachgeholt werden.

Klaus Kuhn

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