Unendliche Weiten erlebten die Schüler mit Vertreterinnen des Vereins „Outjenaho – strahlende Kinderaugen e.V.“ aus Ottenhofen auf der Düne „Big Daddy“ westlich des Sossusvlei.
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Unendliche Weiten erlebten die Schüler mit Vertreterinnen des Vereins „Outjenaho – strahlende Kinderaugen e.V.“ aus Ottenhofen auf der Düne „Big Daddy“ westlich des Sossusvlei.

Ottenhofener Verein „Outjenaho“ in Namibia

Exkursion durch Dünen und Canyons

  • Veronika Macht
    VonVeronika Macht
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Der Ottenhofener Verein „Outjenaho“ fördert die Schulbildung in Namibia. Das nächste Projekt steht auch schon in den Startlöchern: der Bau eines Speisesaals.

Ottenhofen – Der Verein „Outjenaho – strahlende Kinderaugen e.V.“ aus Ottenhofen unterstützt Kinder in Namibia und will den interkulturellen Austausch fördern. Jetzt war wieder eine Delegation in Afrika zu Besuch und ging mit einigen Schülern der Abschlussklasse der Morukutu Primary School in Otjiyarwa in der Omaheke-Region auf Exkursion.

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Vorsitzende Martina Zoglowek berichtet, dass die Schüler ein umfangreiches Programm erwartete: Von Otjiyarwa ging es nach Windhoek, weiter nach Soussuslvei, Swakopmund und über Waterberg wieder zurück nach Otjiyarwa. Im Gepäck hatte die Gruppe nicht nur jede Menge Spiele, Springseile, Gummitwist und Bastelmaterial, sondern auch Briefe, welche die Ottenhofener Grundschüler für ihre namibischen Freunde gebastelt und geschrieben hatten.

Zoglowek erzählt, dass sie und ihre beiden Begleiterinnen von den Schülern am Flughafen abgeholt wurden. In den folgenden Tagen besuchte die Gruppe einen Radiosender, eine Näherei, wo die Mädchen und Buben mit warmen Pullis und Mützen ausgestattet wurden, die Düne „Big Daddy“ westlich des Sossusvlei und den Sesriem-Canyon. Auf dem Weg nach Swakopmund machten die Ausflügler einen Zwischenstopp bei einer Fischfabrik in Walvisbaai.

„Rund um Swakopmund gab es eine Vielzahl an Themen, die für unsere Kinder und deren Weiterbildung super interessant waren“, erzählt Zoglowek: die Landschaftsroute Welwitschia-Drive samt Mondlandschaft, der Atlantik-Strand und eine Living-Desert-Tour. Letzte Etappe der Bildungsfahrt war das Okatjikona Environmental Education Centre am Waterberg. Während der Exkursion verpflegte sich die Gruppe selbst. So wurde einmal gemeinsam gegrillt – „es war ein Namibisch-Bayerisches Grillen“, sagt Zoglowek: Traditionell gab es Papp (Maisbrei) und bayerischen Kartoffelsalat.

„Wir hatten eine wundervolle Zeit gemeinsam mit den Kindern, den Lehrern und allen, die uns auf dieser Reise begleitet haben. Unsere Kinder – und auch wir – nehmen von dieser Reise unheimlich viel mit“, sagt die Vorsitzende und fasst zusammen: „Es war eine Bereicherung für uns alle.“

Unterdessen steht schon das nächste Projekt des rührigen Vereins in den Startlöchern: „Wir bauen einen Speiseraum für die Schule.“ Die Finanzierung für diese sogenannte Dining Hall stehe, der Vertrag zwischen der Schulbehörde und der Baufirma sei geschlossen, Ende Juni sei das Bauprojekt vor Ort gestartet. Der Verein plant mit rund drei Monaten Bauzeit, sodass – wenn alles nach Plan verläuft – das Gebäude im September stehen könnte. Einweihung und offizielle Übergabe sind dann für Ende des Jahres geplant.

Neben vielen privaten Spendern bekommt der Verein dabei Unterstützung von „Sternstunden – Wir helfen Kindern“ und „ALTERNAID – Stiftung für Menschen in Not“. Die Planung und einen großen Teil der Umsetzung hat Outjenaho Architekt Andi Schmitt und der Firma Polycare zu verdanken (Bericht folgt).

Alle Informationen zum Verein und seinen Projekten stehen auf der Internetseite www.outjenaho.com.

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