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Projekt wirft Fragen auf

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Für Weihnachtsstimmung beim gut besuchten Adventsmarkt sorgte der Ottenhofener Chor Ottissimo.
Für Weihnachtsstimmung beim gut besuchten Adventsmarkt sorgte der Ottenhofener Chor Ottissimo. © Foto: Ostermaier

Der Ottenhofener Chor Ottissimo unter der Leitung von Kerstin Gallenberger will die Carmina Burana von Carl Orff auf die Bühne bringen.

Ottenhofen Es soll ein gewaltiges Projekt werden: Der Ottenhofener Chor Ottissimo unter der Leitung von Kerstin Gallenberger will die Carmina Burana von Carl Orff auf die Bühne bringen. Das Werk aus den Jahren 1935 und 1936 in zumeist lateinischer Sprache mit Texten aus dem 12. und 13. Jahrhundert ist wohl das Meisterstück des Komponisten und überfordert einen einzelnen Chor, auch wenn er wie Ottissimo in der Lage ist, 40 Sänger auf die Bühne zu bringen. Darum, so die Information aus dem Gemeinderat, soll das Vorhaben auch mit zwei anderen Chören zusammen und Gastmusikern aus Hamburg realisiert werden.

Der Antrag des Vereins an die Gemeinde lautete auf Überlassung der Josef-Vogl-Halle und Bezuschussung der Noten, die mit 1250 Euro zu Buche schlagen werden. Der Gemeinderat war vorsichtig. Vor allem Andreas Lippacher (FWO) warnte: Die Gemeinde solle nicht mit der Bezuschussung der Noten „ein Fass aufmachen“. Tatsächlich hat die Gemeinde keinen Haushaltstitel für Kultur, auch wenn Bürgermeisterin Nicole Schley (SPD) und andere Gemeinderäte nicht abgeneigt waren, das Vorhaben zu unterstützen. Stefan Reischl (CSU) meinte, das sei ein Projekt für die Gemeinde. Einstimmiger Beschluss: Die Halle wird kostenlos zur Verfügung gestellt, was die Zuwendungen angeht, warte man noch auf Informationen.

„Wir sind noch in der Planung“, gab sich Vorsitzender Markus Gallenberger zugeknöpft. Vorliegenden Informationen zufolge sollen „Dacor“ aus Isen unter der Leitung von Andrea Traber mitmachen, sowie die Chöre, die unter der Leitung von Christian Rott aus Inning am Holz singen. Dazu kommt noch ein Kinderchor, so dass sich eine Gesamtzahl von rund 100 Sängern ergibt. Und dann, so die Befürchtung bei der Leitung von Ottissimo, könnte die Josef-Vogl-Halle schon wieder zu klein werden. Deshalb sei man auf der Suche nach einer Alternative.

Traber wolle mit dem Probenbeginn für ihre rund 20 Stimmen starke Sängerschar noch abwarten, sie habe noch keinen festen Aufführungstermin. Den hat man auch bei Ottissimo noch nicht. Mitte Juli des kommenden Jahres soll das Vorhaben realisiert werden.

Chorleiter Rott bestätigte das Vorhaben und meinte, dass „angedacht“ sei, die Liedertafel aus Taufkirchen ins Boot zu holen, dazu vielleicht einige Aktive vom Männerchor Wartenberg.

VON KLAUS KUHN

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