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Pfarrgemeinderat Ottenhofen will Neustart

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Blickt nach vorne: Thomas Schatz führt den Pfarrgemeinderat Ottenhofen und will einen umfassenden Neuanfang angehen.
Blickt nach vorne: Thomas Schatz führt den Pfarrgemeinderat Ottenhofen und will einen umfassenden Neuanfang angehen. © Klaus Kuhn

Ottenhofen ist auf der Suche nach einem neuen Pfarrgemeinderat.

Ottenhofen – In Ottenhofen, und natürlich nicht nur da, wird am 20. März ein neuer Pfarrgemeinderat gewählt. In Ottenhofen aber wird es eine Zäsur werden. Von dem bisher neunköpfigen Gremium werden gerade mal zwei Personen wieder antreten.

Der bisherige Vorsitzende Jürgen Martini ist vor Monaten schon von seinem Amt zurückgetreten, und das hat offenbar nicht nur gesundheitliche Gründe, die bei ihm durchaus vorhanden sind. Dass auf der Homepage des Pfarrverbands nach wie vor keine Korrektur erfolgt ist, und der Interimsvorsitzende Thomas Schatz nach wie vor als Thomas Greckl geführt ist, das ist geradezu symptomatisch für einen Pfarrverband, der den Teil „Ottenhofen“ als den kleinsten im Pfarrverband weitgehend vergessen zu haben scheint.

Es hat sich enorm viel Frust angestaut. Es geht also, wie Schatz in einem ausführlichen Gespräch mit der Heimatzeitung deutlich machte, um nichts weniger als einen totalen Neuanfang. Und Schatz will genau diesen positiv und nach vorn gerichtet gestaltet wissen.

Die Klage die im politischen Gemeinderat vor einigen Jahren schon zu hören war, dass die katholische Kirche in Ottenhofen nichts mehr mache (wir berichteten) konnte er gut verstehen: „Hier ist seit zwei Jahren keine Messe mehr in der Kirche gehalten worden.“ Veranstaltungen aller Art scheitern unter anderem daran, dass der Pfarrsaal nur noch bestenfalls bedingt nutzbar ist. Hermann Hesses Satz „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ gelte in der katholischen Kirche Ottenhofen mehr als sonst wo. Und jetzt sei er auf der Suche nach engagierten Katholiken jeden Alters, die diesen Neuanfang gestalten wollen.

Er ist nicht erfolglos bisher. „Ich habe schon einen gefunden, der in dem Gremium mitarbeiten möchte“, meldet Schatz, wollte aber noch keine Namen nennen, auch, um mögliche Kandidaten nicht unter Druck zu setzen. Aber es reiche natürlich noch nicht. Das Gremium wurde auf vier zu wählende Personen verkleinert, und zu diesen werden, so Schatz, zwei weitere dazu berufen, sodass es insgesamt sechs werden.

„Es ist ein schöner Dienst an der Allgemeinheit“, rührt der Interimsvorsitzende die Werbetrommel für dieses Amt. Auf Nachfrage macht er auch konkrete Angaben zum Arbeitsaufwand: Alle zwei Monate eine Sitzung, das sei durchaus zu machen, sagt er. Natürlich steige der Zeitbedarf zu den Hochfesten, weil da einiges vorzubereiten sei. Und es werden, ähnlich wie bei Vereinen, bestimmte Ämter, wie das der Schriftführung, zu verteilen sein.

Die nächsten Aufgaben sind klar: „Wir wollen wieder Schwung in das Gemeindeleben bringen“, kündigt Schatz an. Dass Corona hier keine Hilfe ist, weiß er auch, aber eine Altarweihe gehöre endlich vorbereitet. Hier gebe es die Zusage der bisherigen Gremiumsmitglieder mitzuhelfen. Sodann gelte es natürlich auch, die Seelsorge wieder aufleben zu lassen. „Das ist etwas, das fehlt hier einfach.“ Es wird also viel zu tun geben, und Schatz ist der festen Überzeugung, dass sich das auch lohnen wird.

Wissenswertes

Die Wahlperiode ist vier Jahre. Das Motto, das der Diözesanrat der Katholiken und Erzbischof Kardinal Reinhard Marx ausgegeben haben, lautet: „Christ sein. Weit denken. Mutig handeln.“

Wer mitmachen will, ist eingeladen, sich bei der Familie Schatz in der Grashauser Straße 5 in Ottenhofen zu melden. Informationen gibt es auch im Internet unter www.erzbistum-muenchen.de/dioezesanrat

VON KLAUS KUHN

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