Platzierung mitten in Ottenhofen gefällt nicht allen

Salzsilo kam gerade rechtzeitig

Kurz vor dem Wintereinbruch wurde in Ottenhofen das Salzsilo geliefert und aufgestellt. Die Platzwahl gefiel jedoch nicht allen.

Ottenhofen – „Das kam gerade rechtzeitig, das war echt super.“ Ottenhofens Bürgermeisterin Nicole Schley (SPD) atmet im Gespräch mit der Heimatzeitung hörbar auf: Ganz knapp vor dem Wintereinbruch wurde das Salzsilo geliefert und aufgestellt – und prompt gab es die ersten Proteste.

„Da hat sich doch tatsächlich einer beschwert, wie wir dazu kämen, ein derart hässliches Silo mitten in den Ort zu stellen“, erzählt Schley. Darüber könne sie nur schmunzeln: „Arbeitssicherheit und Effizienz gehen nun mal unbedingt vor.“ Die Bauhofmitarbeiter hätten auch sofort von der Arbeitserleichterung profitiert.

Bisher hatten sie – wie berichtet – mit der Sackware arbeiten müssen, also: Den Salzsack von Hand hochheben und über dem Trichter des Streugeräts öffnen. Das waren Arbeitsbedingungen, die die Bürgermeisterin abgestellt wissen wollte. Davon hatte sie nach einigen Diskussionen auch den Gemeinderat überzeugt. „Wenn wir das nicht gemacht hätten, hätten wir echte Probleme bekommen“, sagt Schley. Sie bekomme auch positive Rückmeldung dafür. „Eine Bürgerin hat sofort angerufen und gemeldet: ,Es ist da, es ist da.‘ Sie hatte ja die Debatten im Rat verfolgt.“

Tatsächlich hatte Schley im Gremium energisch um Verbesserungen für den Winterdienst gekämpft. Jetzt kann sie festhalten: „Es hat sich gelohnt. Es klappt wirklich gut.“ Zudem berichtet sie von positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung über die Arbeit des Winterdienstes. Diese habe sie gleich weitergegeben. Natürlich gebe es auch die eine oder andere Beschwerde, der man nachgehe. „Wir haben eine WhatsApp-Gruppe, die bewährt sich ganz gut. Da weiß ich immer, wo die Leute gerade sind. So können wir auch schnell reagieren“, verrät sie.

Im Gemeinderat war jüngst die Gartenstraße als Problemfall genannt worden, weil unter anderem das Müllfahrzeug wegen geparkter Autos nicht durchkomme. Hier kann Schley Entwarnung geben. Erstens habe die Gemeinde in den kritischen Bereichen das Parkverbot jetzt tatsächlich umgesetzt. Zweitens habe es wohl bei einigen Anwohnern mittlerweile eine gewisse Einsicht gegeben. Die positive Folge: „Auch in der Gartenstraße klappt das sehr gut.“ 

KLAUS KUHN

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