Radarkontrolle der Polizei

Mit fast 150 Sachen auf der FTO gerast

Ein überschneller Sattelzug mit defekten Bremsen und ein Erdinger Autofahrer mit 146 km/h: Das waren die schlimmsten Sünder am Montagvormittag auf der FTO.

Ottenhofen – Auf der Flughafentangente Ost (FTO) sind immer viele Lastzüge unterwegs. Nicht alle Trucker halten sich dabei an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit. Nach dem tragischen Verkehrsunfall unter Beteiligung eines Sattelzugs bei Nürnberg mit vier Toten legte die Polizei Poing bei ihrer Kontrolle zwischen den  Ausfahrt en Markt Schwaben und Ottenhofen diesmal ein besonderes Augenmerk auf Lastwagen. An dieser Stelle durften sie maximal 60 km/h fahren.

Zwei deutsche und drei ausländische Lkw waren zwischen 9 und 12 Uhr mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit von 81 km/h bis 88 km/h unterwegs. Alle Fahrer erwarten nun ein Bußgeld von 70 beziehungsweise 80 Euro und ein Punkt in Flensburg. Bei der Kontrolle eines überschnellen portugiesischen Sattelzuges stellten die Beamten zudem erhebliche technische Mängel fest. Wegen defekter Bremsen durfte der südländische Trucker nicht weiterfahren, sein Fahrzeug wurde zu einer Werkstatt abgeschleppt. Der Fahrer musste seine Geldbuße in Höhe von 250 Euro sofort bezahlen. Bis zum Ende der Reparatur wurden die Fahrzeugschlüssel einbehalten.

Neben den Lastwagen waren aber auch Pkw-Fahrer deutlich zu schnell unterwegs. Ein Erdinger hatte es mit 146 Sachen besonders eilig. Er wird seinen Führerschein für einen Monat abgeben und mit einer Geldbuße in Höhe von 160 Euro sowie zwei Punkten in Flensburg rechnen müssen.

Aber auch anderswo im Dienstbereich der Poinger Polizei fiel ein Autofahrer aus dem Landkreis Erding negativ auf. Am frühen Abend wurde in Pliening ein 28-jähriger aus dem südlichen Landkreis mit seinem getunten Audi RS6 zur Verkehrskontrolle gebeten. Den kundigen Beamten fiel dabei auf, dass die an dem aufgemotzten Renner angebrachte Spurverbreiterung mittels Distanzscheiben nicht mit den montierten 245er Reifen in Einklang zu bringen ist. Da die Reifen im Radkasten anstießen, bestand eine erhebliche Gefahr durch Reifenplatzer auch für andere Verkehrsteilnehmer. Der Mann musste sein teueres Gefährt stehenlassen und bekommt demnächst ein Bußgeld in Höhe von 90 Euro.         ml

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