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Das Schloss Ottenhofen steht wieder zum Verkauf: Nach der Insolvenz der Eigentümer muss die Immobilie jetzt verwertet werden. 
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Das Schloss Ottenhofen steht wieder zum Verkauf: Nach der Insolvenz der Eigentümer muss die Immobilie jetzt verwertet werden. 

Nach Insolvenz

Schloss Ottenhofen sucht schon wieder einen neuen Besitzer

Alles auf Anfang am Schloss Ottenhofen?

Ottenhofen – Nach der Insolvenz des Eigentümers, der Vivono-Genossenschaft in Miesbach, bemüht sich Insolvenzverwalterin Birgitt Breiter, einen Interessenten für das Objekt zu gewinnen, tut sich damit aber hart.

2017 hatte die Genossenschaft das Objekt für etwas über eine Million Euro der Gemeinde abgekauft. Im Februar hatte sich die Insolvenz der Genossenschaft Medienberichten zufolge bereits abgezeichnet, im April kam dann der Crash. Die Gründe dafür liegen im Dunkeln, allerdings gibt die Vivono-Genossenschaft der Gemeinde Ottenhofen eine Mitschuld an dem Debakel, was Bürgermeisterin Nicole Schley (SPD) entschieden zurückweist.

Insolvenzverwalterin Breiter erklärte auf Nachfrage: „Völlig überraschend hat die Gemeinde da einen Bebauungsplan gemacht.“ Sie stehe in engem Kontakt mit dem Landesamt für Denkmalpflege, das die Entwicklung auch „schade“ finde. Sie habe jetzt die Aufgabe, die Immobilie zu verwerten, um die Gläubiger einigermaßen befriedigen zu können. Investoren, die sich für das historische Gebäude interessieren, müssten allerdings Planungssicherheit haben, gibt die Anwältin zu bedenken: „So, wie es ausschaut, ist es schwierig.“ Die Planungen der Vivono seien von Anfang an mit der Gemeinde und dem Landesamt abgestimmt worden, behauptet Insolvenzverwalterin Breiter.

Bürgermeisterin Schley sieht das etwas anders. Im September 2018 hatte der Gemeinderat den Änderungsbeschluss gefasst und war damit in das Verfahren eingestiegen. Anlass seien massive Abweichungen vom Bebauungsplan gewesen, die in einem Baugesuch der Eigentümer enthalten waren. „Wir sind nur für die in das Verfahren eingestiegen, und jetzt sollen wir Schuld sein an der Insolvenz?“, fragt Schley kopfschüttelnd. Sie fügt an, dass die Insolvenzverwalterin hier auch eine moderatere Haltung vertrete, was diese bestätigt. „Ich will das Tischtuch mit der Gemeinde nicht zerschneiden“, betont Insolvenzverwalterin Breiter. Nur habe sie natürlich Interessen zu vertreten, und das seien die der Gläubiger. Um diese zu befriedigen müsste sie schnell die gewünschte Handlungssicherheit haben, aber genau diese könne die Bürgermeisterin nicht in Aussicht stellen.

Das Bauleitverfahren erweist sich ihrem Bericht zufolge als „enorm schwierig“. Vorstöße, vor allem des Denkmalamtes, das Verfahren zu teilen, lehnt Schley aus grundsätzlichen Erwägungen ab. Das Schlossgelände wolle sie als eine Einheit betrachtet wissen. Sie pocht dabei auf die Planungshoheit der Gemeinde, die sie sich nicht aus der Hand nehmen lasse.

Dass das Landesdenkmalamt den Schlossbesitzern einen Grenzabstand von nur 1,5 Metern hat zubilligen wollen, stößt bei der Bürgermeisterin auf völliges Unverständnis. Übereinstimmend berichten beide, Bürgermeisterin und Insolvenzverwalterin, dass die Denkmalbehörde die Pläne der Vivono durchgewunken hätte. Dass alle einen gesetzlichen Grenzabstand von drei Metern einhalten müssen, die Vivono aber nicht, das will der Bürgermeisterin nicht in den Kopf. Der Bauausschuss hatte schon bei einer Ortsbesichtigung im Juli 2018 den Daumen gesenkt. Die Situation scheint verfahren.

Klaus Kuhn

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