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Fall gelöst: Die Schauspieler der Laienspielgruppe Ottenhofen bedanken sich bei den findigen Kommissaren im Publikum (v. l.): Michael Weidel, Melanie Schüngel, Sabine Drobner und Jürgen Martini. Foto:

Krimidinner Ottenhofen

Schüsse, Küsse, kalte Füße

Einen Mord aufklären und dabei fein speisen durfte das Publikum der Ottenhofener Laienspielgruppe, die mit ihrem Krimi-Dinner im Camillo für Spannung sorgte.

Ottenhofen – Ein Krimi-Dinner-Theater in vier Akten erlebten die Besucher an den vergangenen zwei Wochenenden in der Ottenhofener Trattoria Camillo. Dabei wurde nicht nur das Essen, sondern auch die eine oder andere Überraschung serviert.

Theater ohne Bühne, direkt im Publikum: Die Laienspielgruppe Ottenhofen zeigte mit „Schüsse, Küsse, kalte Füße“ – ein Stück von Renato Salvi – ihr viertes Krimi-Dinner im Camillo in Ottenhofen. Ausverkauft blieb kaum Raum zwischen den Darstellern und dem Publikum. Der Zuschauer war nicht nur dabei, er war mittendrin.

Die Geschichte um einen Regisseur, der mit seinen Darstellern die Generalprobe eines Stückes durchspielen will, und dabei unverhofft Zeuge eines Mordes wird, geizte von Anfang an nicht mit Überraschungen, pfiffigen Wendungen und natürlich reichlich Wortwitz, in den auch das Publikum mit eingebunden wurde. Im Verlauf des Abends geriet die Generalprobe dabei mehr und mehr in den Hintergrund und glitt über in die spannend-lustige Suche nach dem Mörder, über dessen Identität das Publikum bis zuletzt spekulieren durfte.

Zwischen den Akten wurde jeweils das Essen serviert, damit das Publikum den Hunger stillen, und die Lachmuskeln regenerieren konnte. Garniert war das Menü mit einer Quiz-Frage, deren richtige Beantwortung mit einer Flasche Sekt honoriert wurde. Dies war nur eine der zahlreichen Überraschungen, mit denen man im Verlaufe des Krimi-Dinners rechnen musste.

Zu sehen waren, teilweise in mehreren Rollen, die Schauspieler Michael Weidel, Sabine Drobner (bekannt aus den Markt Schwabener Weiherspielen), Melanie Schüngel und Jürgen Martini. Regie führte Thomas Waldherr, als Souffleuse agierte Carola Werndl, für die Technik waren Peter Lang und Franz Drobner zuständig, Mascha Voidel und Marion Greckl kümmerten sich um die Maske, und die Organisation übernahm Ute Waldherr.

Im kommenden Jahr heißt es dann erneut Bühne frei für das nächste Krimi-Dinner im Camillo (alle diesjährigen Vorführungen sind bereits ausverkauft). Man darf gespannt sein, was die Laienspielgruppe Ottenhofen sich für ihr fünftes Krimi-Dinner einfallen lässt. Die Messlatte haben sie mit ihrer aktuellen Produktion jedenfalls schon sehr hoch gelegt.

Philip Heggmair

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