Oft geflickt worden ist die Ortsdurchfahrt Unterschwillach. Mit dem Hochwasserschutz kommen weitere Flicken dazu. 2022 soll sich das alles bessern.
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Oft geflickt worden ist die Ortsdurchfahrt Unterschwillach. Mit dem Hochwasserschutz kommen weitere Flicken dazu. 2022 soll sich das alles bessern.

Ortsdurchfahrt: Hochwasserschutz und Erneuerung der Dorfstraße stehen in Planung

Unterschwillach im Jahr der großen Baustellen

2022 wird für den Ottenhofener Ortsteil Unterschwillach ein teures Jahr der großen Baustellen. Die Pandemie hat an vielen Fronten für Verzögerungen gesorgt. Die Investitionen könnten also sogar noch üppiger ausfallen.

Ottenhofen – Nach vier Jahren der Planung biegt das von der Gemeinde beauftragte Büro jetzt in die Zielgerade für den Hochwasserschutz ein: das wasserrechtliche Verfahren. Bürgermeisterin Nicole Schley (SPD) musste in der Sitzung des Finanzausschusses erklären, warum volle 85 000 Euro für Planungen im Etat für 2021 stehen: Der Planer sei seit vier Jahren dran, habe aber noch keine einzige Rechnung geschrieben. Darum tauche die Summe eben immer wieder im Haushalt auf, weil ohne diese Verankerung die Bürgermeisterin die Leistungen nicht bezahlen dürfe.

Aber gebaut wird im kommenden Jahr, und dann gleich richtig: Weitere 15 000 Euro stehen für Planungsleistungen für die Dorfstraße im Haushalt. Diese ist in einem schlechten Zustand, und es war Stefan Reischl (CSU), der darauf hinwies, dass diese mit den Bauarbeiten für den Hochwasserschutz auch nicht besser werden dürfte. Allerdings werden sich die Eingriffe in die Straße in Grenzen halten. Es wird, meinte die Bürgermeisterin, nur eine Querung geben.

Immerhin: Die Dorfstraße soll möglichst auch angegangen werden. Sie mündet in die Schwillacher Straße, und diese wiederum ist ein ganz eigenes Thema. Es gibt eine fertige Planung, aber diese konnte noch nicht weiter getrieben werden, weil Corona die dringend nötigen Gespräche mit den Grundstücksbesitzern entlang der Straße noch verhindert habe.

Dass für die Schwillacher Straße nichts mehr im Haushalt steht, empfanden etliche Mitglieder des Ausschusses als ein schlechtes politisches Signal, und so wurde beschlossen, wenigstens einen Merkposten aufzunehmen. Vergessen lassen wollen die Räte das Projekt nicht.

Die Bürgermeisterin plant, Pandemie hin, Corona her, die Gespräche mit den Grundbesitzern zu führen, und zwar für die Version des Straßenausbaus ohne begleitenden Radweg. Einigkeit herrschte im Ausschuss darüber, dass es sinnvoll sei, alles in einem Aufwasch zu machen. Dazu sollten sich die Büros für die Planung beim Hochwasserschutz und für die Straße abstimmen, damit ein schlüssiges Gesamtkonzept entstehen könne.

Klaus Kuhn

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