SPD-Paukenschlag: Kanzlerkandidat schon klar? Plan aus dem Vorstand durchgesickert

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Verbesserungsbeiträge und Wasserpreis

Wasser in Ottenhofen: Diese Kosten könnten auf die Bürger zukommen

Verbesserungsbeiträge von bis zu 3000 Euro pro Haushalt, ein Wasserpreis von bis zu 2,50 Euro: Mit dieser Deutlichkeit hat Nicole Schley beim Neujahrsempfang die Kosten, die für die Neuordnung der Wasserversorgung auf die Ottenhofener zukommen könnten, aufgezeigt.

Ottenhofen - Verbesserungsbeiträge von bis zu 3000 Euro pro Haushalt, ein Wasserpreis von bis zu 2,50 Euro: Mit dieser Deutlichkeit hat Bürgermeisterin Nicole Schley (SPD) beim Neujahrsempfang am Sonntag im Sportheim die Kosten, die für die Neuordnung der Wasserversorgung der Gemeinde auf die Bürger zukommen könnten, aufgezeigt. Vier Varianten stehen zur Debatte, die alle zur Voraussetzung haben, dass die Gemeinde das Wasserversorgungsnetz saniert. Schley kündigte eine Informationsveranstaltung zu diesem Zukunftsthema an. Und dann ließ sie die Katze aus dem Sack: „Da muss mit Verbesserungsbeiträgengearbeitet werden, und das können 2000 bis 3000 Euro pro Haushalt werden.“ Auch der Wasserpreis wird massiv steigen müssen, auf vielleicht 2,50 Euro.

Darauf musste sie die Bürger einstimmen. Das Glas Sekt, das sie zu Beginn ausgegeben hatte, war da schon unten, sodass die Versammelten erst mal nichts zum Runterspülen dieser happigen Nachrichten hatten. Die Sanierung des Leitungsnetzes nannte die Bürgermeisterin dringend. „Jeder Rohrbruch ist eine Gefahr für unser Wasser, weil da nicht nur was raus, sondern auch was rein kommen kann“, sagte sie und berichtete, dass der Zweckverband Moosrain deutlich gemacht habe, dass eine Sanierung des Leitungsnetzes gewissermaßen Bedingung für einen Anschluss sei. Darum allein schon werde das alles nicht von heute auf morgen zu machen sein. Aber sie dränge auf eine Entscheidung noch in dieser Wahlperiode des Gemeinderats, weil das jetzige Gremium sich in die Thematik vertieft habe, wiederholte sie ihre Haltung aus der Bürgerversammlung. „Das kann der Bürger nicht aus dem Bauch heraus mit entscheiden“, bat sie um Verständnis für entsprechende Wünsche aus der Bürgerversammlung. „Dafür haben wir gewählte Vertreter im Gemeinderat.“

Tatsächlich wird das Thema seit Monaten auf hohem fachlichen Niveau im Gremium diskutiert. Eine Umlage aller Kosten auf Gebühren oder Beiträge – grundsätzlich stehen der Gemeinde beide Möglichkeiten einschließlich einer Mischung der Finanzierungsarten offen – sei, erläuterte sie weiter, gesetzlich vorgeschrieben. Darum könne die Gemeinde auch nicht anders, als die Bürger zur Kasse zu bitten. Erst kürzlich mit der Abkochanordnung (wir berichteten) sei der Handlungsbedarf erst wieder deutlich geworden, so Schley.   

Klaus Kuhn

Rubriklistenbild: © dpa / Jens Wolf

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