Raus ín die frische Luft: Marina Rappold ist auch im Januar unterwegs. Sie verrät, wie man auch bei Kälte stets motiviert und verletzungsfrei bleiben kann. Foto: Markus Gützlaff
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Raus ín die frische Luft: Marina Rappold ist auch im Januar unterwegs. Sie verrät, wie man auch bei Kälte stets motiviert und verletzungsfrei bleiben kann.

Marina Rappold gibt Lauftipps

Wer rastet, der frostet: Unterwegs bei Kälte und auf eisglatten Böden

Mehr Sport im neuen Jahr nehmen sich viele vor. In unserer neuen Serie gibt Marina Rappold Tipps, wie es auch funktioniert.

Ottenhofen – 2021 – ein neues Jahr mit neuen Vorsätzen. Seien wir mal ehrlich, wir versuchen es doch jedes Jahr wieder: Ein bisschen mehr Sport, ein bisschen mehr grünes Gemüse und Schlaf und ein bisschen weniger Stress. Ungefähr bis Mitte Januar sind wir unheimlich motiviert, aber dann kämpft sich stückweise der innere Schweinehund zurück. Nach der Arbeit kuscheln wir uns direkt aufs warme Sofa, eingewickelt in eine Decke und ruhen uns nur kurz aus ... hach, ist das gemütlich! Vielleicht doch erst wieder morgen raus? Und ist es heute eh nicht viel zu kalt und außerdem noch unglaublich glatt? An dieser Stelle möchte ich euch ein paar Tipps geben, um auch bei Kälte stets motiviert und verletzungsfrei zu bleiben:

Tipp 1: Direkt nach der Arbeit oder schon am Morgen raus!

Wer einmal aufs Sofa gekrochen ist, bleibt zu 99 Prozent auch dort. Was mir unglaublich hilft, ist, meine Laufsachen schon am Tag zuvor zurechtzulegen, damit ich sie „nur“ noch anziehen muss. Das entlastet den Kopf, denn die Entscheidung – Soll ich heute wirklich raus? Oder lieber doch erst morgen? – wird dir damit abgenommen. Du musst nichts weiter tun, als einfach nur deine Laufsachen anzuziehen und rauszugehen. Schön, oder? An freien Tagen oder am Wochenende versuche ich direkt am Morgen oder vormittags zu laufen.

Das Gefühl, schon etwas geschafft zu haben, ist eine gute Basis für den restlichen Tag. Und auf dem Sofa zu faulenzen macht nun doppelt so viel Spaß.

Tipp 2: Drinnen warmmachen!

Den Temperaturen im Januar kann ich wenig abgewinnen und laufe lieber im Frühling oder Herbst. Daher habe ich angefangen mich selbst zu überlisten – mein Aufwärmprogramm findet nun drinnen statt! Seilspringen, Liegestützen oder auch Dehnen (alles abhängig von der Nestgröße natürlich) führt dazu, dass auch mir endlich warm wird. Nun schnell nach draußen und direkt los! Keine Zeit nachzudenken, einfach loslaufen! Und wer kehrt schon um, wenn er schon mal draußen ist? Genau, niemand! Denn das Schwerste, das Loslaufen, ist geschafft. Und egal ob 20 Minuten im Park oder dann doch länger – Hauptsache es wird sich bewegt und der Kopf durchgepustet!.

Tipp 3: Verlege die Strecke auf gestreute Straßen oder Wege!

Bei Glätte zu laufen, ist nicht nur unglaublich anstrengend (Trippelschritte oder dauernd das Wegrutschen ausbalancieren), sondern auch gefährlich. Damit ich verletzungsfrei durch den Winter komme, nutze ich gerne gestreute Straßen (auf Straßen bleibt der Schnee ja generell nicht so gut liegen) oder hoppelige Feld- und Waldwege (die mir etwas Halt bieten und das Wegrutschen verhindern). Was meiner Meinung nach nicht so gut funktioniert, sind beispielsweise Fahrradwege, da diese meist nicht gestreut und durch die Auslastung durch Spaziergänger, welche den frischen Schnee dann festtreten, ziemlich glatt sind und ein erhöhtes Bänderrisspotenzial bieten. Lieber in den Wald ausweichen oder zur allergrößten Not ein Spaziergang, um Schlimmeres zu vermeiden!

Ich wünsche viel Spaß beim Laufen – und passt gut auf euch auf!

Eure Marina Rappold

Tipps von der Expertin

Marina Rappold ist deutsche U23-Vizemeisterin über 10 000 Meter, holte Teamgold im Halbmarathon und gewann den Münchner Silvester- sowie mehrfach den Erdinger Stadtlauf. Heuer will die 23-Jährige aus Unterschwillach den ersten Marathon ihres Lebens bestreiten. Den Lesern der Heimatzeitung wird die angehende Grundschullehrerin in den nächsten Wochen in loser Reihenfolge Tipps und Ratschläge rund ums Laufen geben.

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