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Parkplätze: SPD verhandelt erfolgreich mit der Bahn

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SPD-Fraktionssprecherin Michaela Meister.

Dorfen - Die SPD greift zur Selbsthilfe. Um mehr Parkplätze am Bahnhof zu bekommen, hat die Stadtratsfraktion mit der Bahn verhandelt. Begründung: Bürgermeister Heinz Grundner sei „in der Sache nie aktiv geworden“.

Seit mehr als zwei Jahren wird im Stadtrat über die Notwendigkeit zusätzlicher Parkplätze für Bahn-Pendler diskutiert. Die SPD fordert seit Anfang an, die großen Flächen südlich der Gleise als Parkplatz nutzbar zu machen. Stadtchef Grundner und die CSU favorisieren dagegen den Bau eines doppelstöckiges Parkdecks an der Bahnhofstraße. Die SPD will das verhindern.

Fraktionssprecherin Michaela Meister: „Diese Lösung brächte Kosten in Millionenhöhe für Bau und Unterhalt mit sich.“ Die SPD ist überzeugt: Für eine ungleich niedrigere Summe kann die Fläche südlich der Bahngleise in einen Parkplatz umgewandelt werden. Fraktionschefin Meister: „Da der Bürgermeister in dieser Sache nie aktiv geworden ist, hat die SPD die notwendigen Recherchen erledigt.

Es können ohne größeren Aufwand mindestens 480 Parkplätze geschaffen werden. Brücken auf Leih- oder Kaufbasis sind für jahresanteilige Kosten von circa 15.000 Euro zu erhalten.“ Zwischen der von der SPD auserkorenen Parkfläche und den Bahngleisen müsste aus Sicherheitsgründen eine Leitplanke und ein Maschendrahtzaun errichtet werden. Lampen ließen sich an den Bahnmasten installieren. Ein partiell notwendiges Aufkiesen wäre durch den Bauhof zu erledigen.

Die Gespräche zwischen Bahn und SPD verliefen laut Meister positiv. „Die Bahn hat zugesagt, dass diese Lösung auf jeden Fall für die nächsten acht Jahre, mit einer möglichen Verlängerung um zwei Jahre bestehen kann. Solange sind also offensichtlich überhaupt keine Ausbauarbeiten der Bahn im Bereich des Dorfener Bahnhofs geplant. Sollten diese dann später, also nach 2022 kommen und eine Südverlegung der Gleise mit sich bringen, könnte der Parkplatz auf die dadurch freiwerdenden Flächen verlegt werden.

Die Dorfener SPD ist deshalb zuversichtlich: Wir werden für unsere Lösung sicher eine große Mehrheit im Stadtrat bekommen. Denn sie ist am kostengünstigsten, verkehrlich am sinnvollsten und sie schafft langfristig sehr bahnhofsnahe Parkplätze.“ Meister hat bereits auch einen Antrag an den Stadtrat gestellt. Der soll beschließen, dass die Stadt umgehend Verhandlungen mit dem Grundstücksbesitzer sowie mit den Anbietern von Stahl-Fußgängerbrücken aufnehmen muss. Gleichzeitig sollen die notwendigen Planungs- und Genehmigungsschritte eingeleitet werden.

Die SPD hält es zwar für „absolut unverständlich“, dass die Bahn nicht bereit ist, für ihre eigene Kundschaft endlich die dringend benötigten Parkplätze zu schaffen, obwohl sie selbst über eine große Fläche südlich der Gleise verfügt. Die Stadt dürfe aber die Bürger „nicht im Stich lassen“ und müsse selbst aktiv werden. Von allen untersuchten Möglichkeiten sei die Parkfläche südlich der Bahn „die mit Abstand günstigste Lösung“. Und die SPD ist auch davon überzeugt: Diese Lösung bringt auch die beste Entlastung für die Bahnhofsstraße.

Anton Renner

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