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Einer der ersten Ausflüge der Inninger nach Riffian. 

Besuch aus Südtirol

Partnerschaft Inning-Riffian: Freundschaft seit drei Generationen

Seit 41 Jahren treffen sich die Fußballer aus Inning und Riffian, seit 15 Jahren sind die Gemeinden befreundet. Jetzt kamen die Südtiroler zu Besuch nach Inning. Bürgermeisterin Michaela Mühlen spricht von einer ganz besonderen Freundschaft. 

Inning – 41 Jahre Fußballfreundschaft und 15 Jahre Gemeindepartnerschaft Riffian - Inning wurden beim dreitägigen Sportplatzfest des FC Inning ausgiebig gefeiert: Mit Turnieren und zwei feuchtfröhlichen Abenden.

Dass heuer so ausgesprochen viele Riffianer, darunter auch ein großer Schwung Damen, zum Sportplatzfest kamen, freute Bürgermeisterin Michaela Mühlen und FC-Inning-Chef Sepp Genseder ganz besonders bei der Jubiläumsfeier im Festzelt am Sportplatz. „Die haben viele Inninger noch nie gesehen, meistens haben sie die Frauen versteckt, wenn wir runtergekommen sind“, meinte Genseder.

Mühlen begrüßte ihren Riffianer Kollegen Franz Pixner mit Frau Elisabeth sowie seinen Stellvertreter Peppi Flarer, ebenso die vielen Gäste aus Au an der Hollerdau, mit denen eine ebenso ausgelassene Fußball-Freundschaft seit ein paar Jahren gepflegt wird. „Mit euch bin ich, wie so viele Inninger, aufgewachsen“, sagte Mühlen zu den Südtiroler Gästen. „Ich bin 1978 geboren, als es mit der Freundschaft los ging.“ Schon als Kind habe sie mit großen Augen gestaunt, wenn die Erwachsenen so unglaublich gefeiert hätten, als Jugendliche habe sie endlich mitfeiern dürfen. Oft sei sie im Urlaub in Riffian gewesen. Sie dankte den Gründern dieser „einzigartigen Partnerschaft“, um die Inning von vielen beneidet werde und sie hoffe, dass auch die nachkommenden Generationen, diese Partnerschaft weiter leben.

Pixner gab zu, dass er von Fußball nicht viel verstehe. Am besten könne sein Vorvorgänger erzählen, wie die Geschichte angefangen habe, meinte FCI-Chef Genseder zu Paul Prediger. Was dieser gerne tat. Es sei im November 1974 gewesen, als er mit Georg Zehetner und Hans Bölsterl ein Wochenende im Gasthaus Lamm in Riffian in Südtirol verbrachte, begann er seine bebilderten Ausführungen. Schnell entstanden erste Freundschaften, die durch jährliche Urlaube vertieft wurden. Sodass 1978 das erste Freundschaftsspiel zwischen dem ASV Riffian Kuens und dem FC Inning in St. Martin auf einem „Acker mit Grasnarben und Felsen“ stattfand. Das heutige Stadion gab es damals in Riffian noch nicht, erklärte er. Neben gutem Rotwein erinnerte er sich noch an ein anderes Südtiroler Schmankerl: Die „sauerne Suppn abends war ganz was Feines. Da hat uns nur der Schnaps geholfen, den wir mit der Kleon-Oma an der Bar getrunken haben. Da hast immer ein bisserl schmusen müssen“. Von da an prägten beidseitige Besuche und Turniere die Freundschaft und auch andere Vereine wurden eingebunden, wie die Feuerwehr, der Kirchenchor und die Schützen. Genächtigt wurde oft bei den Freunden, in Pensionen, aber auch mal im Stall eines mittlerweile abgebrochenen Bauernhofes in Inning, im Sportheim oder im Feuerwehrhaus. „Wir meinten, dass mehr passieren müsste, eine Gemeindepartnerschaft müsste her. Aber zu der Zeit war die Steiermark im Fokus“, sagte Prediger. Aber sie kam dann doch, denn der heutige Altbürgermeister Sepp Naderer war schon in den 80er Jahren Riffian Fan und auch mit den Fußballern mehrmals dort. Die Vorsitzenden, Aktiven und Fans des FC Inning seien dem Ausbau der Freundschaft über die Jahre treu gebieten, freute sich Prediger und betonte, mittlerweile fahre schon die dritte Generation ins Passeiertal.

Alt-Bürgermeister Josef Naderer erinnerte daran, wie 2003 beim Inninger Gemeindeausflug nach Riffian der Wunsch nach einer Partnerschaft erklärt und ein Jahr später am 5. November in der Inninger Holzlandhalle vollzogen wurde. „Das war ein Glückstag.“ Sinn einer Partnerschaft sollte sein, „voneinander zu lernen, allzeit zusammen zu helfen, miteinander zu wachsen und Freuden des Alltags zu genießen“.

„Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden, weil wir auch den gleichen Humor haben“, meinte Ex-FCI-Chef Günther Fenk. Die Anekdoten und Fauxpax’, die über die Jahrzehnte passierten, darüber schwieg er sich aus. Auch die Riffianer-Fußball-Funktionäre Helmut Schott, Roland Haller und Heinz Unterweger dankten für die schönen gemeinsamen Jahre, und so wurde noch bis in die Puppen die Freundschaft gefeiert.

(mel)

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