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Über den sechsten EM-Titel in sieben Jahren freuen sich (v.l.: der Aufsichtsratsvorsitzende der Flughafen München GmbH (FMG), Georg Fahrenschon, Airportchef Michael Kerkloh, Finanz-Geschäftsführer Thomas Weyer und Aufsichtsratsmitglied Dieter Reiter, Referent der Landeshauptstadt München für Arbeit und Wirtschaft.

Passagiere: München ist Europas schönster Flughafen

Flughafen - 11,4 Millionen Passagiere aus über 100 Ländern wählten den Flughafen München zum schönsten Europas. Mit den Details der Umfrage in der Hand feierte sich der Airport gestern selbst.

Der Internetzugang am Münchner Flughafen wird künftig kostenlos sein. „Das haben wir auf der Aufsichtsratssitzung beschlossen“, verkündete Airportchef Michael Kerkloh. Und damit wäre auch dieser kleine Makel aus den Ergebnissen der Skytrax-Umfrage beseitigt.

Wie berichtet, hatte das Londoner Luftfahrtinstitut weltweit 11,4 Millionen Passagieren aus über 100 Nationen zu ihren bevorzugten Flughäfen befragt. Dabei wurde der Flughafen im Erdinger Moos zum viertbesten der Welt gewählt und bereits zum sechsten Mal zum Europameister gekürt. Mit rund 100 Gästen von Airlines, Behörden und Unternehmen feierte Kerkloh diesen Erfolg und stellte die Ergebnisse der Untersuchungen vor.

Über 240 internationale Flughäfen waren in jeweils 33 Kategorien bewertet worden. Die Beurteilungsstufen gingen von einem Stern („sehr schwach“) bis fünf Sterne („exzellent“). „Wir sind der Flughafen, der in der Kategorie ,gut‘ und ,exzellent‘ die meisten Einwertungen hatte“, freute sich Kerkloh. Lediglich beim Thema „Wartezeiten vor der Sicherheitskontrolle“ gab es ein „Befriedigend“. Kerkloh räumte ein, dass sich der Airport auf die zunehmenden Passagiermengen einstellen müssen. Allein für dieses Jahr erwarte er einen Zuwachs bei den Fluggästen von 2 Millionen. „Wir müssen noch mehr Technik einbauen“, sagte der Flughafenchef.

Von der Kategorie „Exzellent“ auf „gut“ zurückgefallen ist der Flughafen beim Thema „Internetzugang“, aber auch bei der Vielfalt der Geschäfte gerade im Terminal 1. Aufgrund der modularen Bauweise, die den Passagieren kurze Weg vom Parkplatz bis zum Flieger ermöglicht, fehle hier die kritische Masse an Kunden, dass sich Einzelhandelskonzepte rechnen, glaubt Kerkloh. Das Terminal sei in den 60er Jahren konzipiert worden, da habe man dies noch nicht berücksichtigt, sagte der Airportchef.

In allen anderen Kategorien – von der Raucherregelung über die Sauberkeit der Terminals, Gastronomieangebot bis zur Freundlichkeit des Personals – hielt der Airport seine Bestnoten vom Vorjahr. Außerdem sprangen noch zwei zweite Plätze in den Sonderkategorien „Bestes Flughafenhotel“ (Nur das Sofitel in London war besser als das Kempinski im Erdinger Moos) und bestes Freizeitangebot an einem Flughafen („hinter Singapur“). Und die Sprachkenntnisse des Flughafenpersonals stuften die Passagiere von „gut“ auf „exzellent“. Viele Unternehmen würden ihre Belegschaft gerade in dieser Hinsicht trainieren, lobte Kerkloh, der den Europameistertitel ohnehin als Auszeichnung für die Airport-Community sieht. Darum wandere der Skytrax Award, ein gläserner Pokal, von einem Unternehmen zum nächsten. 

Vielleicht landet er auch mal in der Vitrine des Finanzministeriums. Deren Chef Georg Fahrenschon ist Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen München GmbH und spielte auf das Alter des Moos-Airport an: „Es gibt selbst im durchaus sportlichen Bayern nicht viele 19-Jährige, die bereits sechs Europameistertitel gewonnen haben.“ Die drei Spitzenplätze der Weltrangliste machen seit Jahren Hongkong, Singapur und Seoul unter sich aus. München ist die Nummer vier und nicht nur deshalb ganz nah dran. Kerkloh: „Wir haben mit Singapur ein Schwester-Abkommen und stehen im regen Management-Austausch.“ Weitere Informationen unter www.worldairportawards.com

Dieter Priglmeir 

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