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Viel Spaß beim ersten Passtettener Garagenflohmarkt hatten Olivia und ihre Mama Kasia Mai. Mit dabei war auch Freundin Bianca aus Erding (Bild Oben v.l.). Die Mädchen haben auch selbst eingekauft.

1. Pastettener Haus- und Garagenflohmarkt 

Raritäten, Ramsch und Ratsch

93 Haushalte hatten sich zum 1. Pastettener Haus- und Garagenflohmarkt angemeldet. Bei bestem Wetter bauten aber noch mehr Verkäufer auf. Sie hatten Spaß und machten gute Geschäfte.

Von Henry Dinger

Pastetten– „Die Mädels sind grad weg. Sie haben ein bisschen was verdient und sind jetzt erst mal shoppen gegangen“, lacht Kasia Mai. Das erklärt natürlich, warum sie als Mama derzeit auf den Flohmarktstand mit Barbiepuppen und anderen Spielsachen an der Harthofener Straße aufpasst. „Shoppen“ bedeutete am Sonntag in Pastetten, dass bunte Stände zum ersten Garagenflohmarkt einladen.

„Offiziell angemeldet haben sich 93 Haushalte. Viele haben sich aber spontan entschlossen mitzumachen, weil das Wetter gepasst hat“, freut sich Bürgermeisterin Cornelia Vogelfänger. So wie Max Faltlhauser und seine Söhne, die ihren Stand an der Raiffeisenstraße kurzentschlossen aufgebaut haben. „Wir möchten die Kasse der Kinder aufbessern“, sagt Faltlhauser. Der Große will den Führerschein machen, der Kleine wünscht sich Turnschuhe. Da freut man sich über jeden Cent. Rollschuhe, ein Fahrrad und ein Kettcar haben am frühen Nachmittag schon den Besitzer gewechselt. „Es kostet keine Standgebühren und es macht Freude“, so der Familienvater.

Bestens gelaunt sitzen Sabine Hoffmann und Manuela Reinkjes an der Harthofener Straße unter Sonnenschirmen. „Wir haben zusammen schon 30 Euro eingenommen“, verkündet Sabine Hoffmann stolz, „die Idee ist wirklich gut“. Sie müsse nicht so früh aufstehen, und die Atmosphäre ist entspannt. Auf regulären Flohmärkten seien mittlerweile sehr viele Händler. „Die sind aber heute auch schon durchgefahren und haben nach Schallplatten und Bierkrügen gesucht“, sagt Hoffmann. Die beiden Damen machen sich bei strahlendem Sonnenschein einen schönen Tag. „Da können wir auch ein bisserl ratschen.“

Ein paar Straßen weiter haben Maria und Harry Gleixner ein Schild aufgestellt. Die Schrift „Garagen-Flohmarkt hier“ lenkt den Blick in Hof und Garage, wo Kleidung, eine Flurgarderobe und diverse Kleinteile auf Käufer warten. „Ein bisschen was ist schon verkauft“, sagt Harry Gleixner, der auch seine alte Lederhose loswerden will. Die Frage, ob da viele Erinnerungen daran hängen, bejaht er. „Aber nun kann sie weg.“

Ortsplan aufder Wunschliste

Kurze Zeit später sind Olivia Mai und ihre Freundin Blanca aus Erding an ihren Stand in der Harthofener Straße zurückgekehrt, freudestrahlend mit einem Paar Skier und Turnschuhen als Beute. Bei Familie Mai geht es ohnehin lustig zu. „Wir haben Freunde zu Besuch, die auch gleich noch Sachen mitgebracht haben“, sagt Kasia Mai. Nun machen sich alle zusammen mit den Nachbarn, Sybille und Nicolai Wossidlo, einen geselligen Sonntag.

Für die Wossidlos ist die Sache „ein großer Spaß“. Auch sie haben kurz nach dem Mittag schon Sachen an Käufer gebracht, wenngleich sich nicht so viele Autofahrer trauen, an der Hauptverkehrsstraße anzuhalten. Als Anregung fürs nächste Mal könnten sie sich – wie andere Verkäufer auch – einen Ortsplan vorstellen, auf dem alle Standorte verzeichnet sind und den sich die Schnäppchenjäger an einer bestimmten Stelle in Pastetten abholen können.

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