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12 000 Kilometer mit dem E-Bike unterwegs

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Von: Henry Dinger

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Mit seinem E-Bike ist Anton Huber so oft unterwegs, dass es nun stolze 12 000 Kilometer auf der Uhr hat.
Mit seinem E-Bike ist Anton Huber so oft unterwegs, dass es nun stolze 12 000 Kilometer auf der Uhr hat. © Henry Dinger

Anton Huber (74) aus Pastetten fährt seit Sommer 2020 bei fast jedem Wetter mit seinem E-Bike.

Pastetten – So manches E-Bike wurde voller Enthusiasmus angeschafft, ein paar Mal benutzt und langweilt sich nun in der Garage oder dem Schuppen. Dieses Schicksal ist dem Centurion-Bike von Anton Huber aus Pastetten erspart geblieben. Es ist so viel unterwegs, dass der elektronische Kilometerzähler beim Fototermin mit der Heimatzeitung exakt 12 000 Kilometer anzeigt. Dabei hat der Huber Toni, wie der rüstige Senior im Ort genannt wird, seinen gelb-schwarzen Flitzer erst im Juli 2020 gekauft.

Mit dem Zweirad erkundet der 74-Jährige ausgiebig die nähere und auch weitere Umgebung seines Heimatortes. Das Wetter spielt dabei eine untergeordnete Rolle, nur glatt darf es nicht sein. „Die Bewegung ist gut für die Bandscheiben und die Hüfte“, sagt Huber. Dass er allein fährt, macht ihm nichts aus. Eher im Gegenteil. Er könne da so schön seinen Gedanken nachhängen, erzählt der Senior. Dabei sei es ihm auch schon mal passiert, dass er den Ladestand vom Akku aus dem Blick verloren hat. Der Strom unterstützt die Muskelkraft nämlich nur etwa 80 Kilometer weit, dann muss die Batterie wieder für zwei Stunden an die Steckdose. „Das war in der Nähe von Niederwörth, da musste ich auf dem Heimweg ziemlich kräftig treten“, sagt Huber schmunzelnd.

Sein großer Wunsch wäre eine Tour durchs Gebirge. Doch dafür braucht er den VW-Bus seines Sohnes, „in mein Auto passt das Bike nicht rein“. Während die 12 000 Kilometer am Zweirad selbst kaum Spuren hinterlassen haben, gab es doch Verschleiß. Nach 9000 Kilometern wurde der Hinterreifen getauscht, nach 11 000 Kilometern war der Pneu vorn an der Reihe.

Doch wer nun meint, dass der Huber Toni nur mit seinem Bike unterwegs ist, irrt. Denn es gibt auch noch eine stolze Bulldog-Sammlung mit einem 17-PS-Lanz, einem 19-PS-Hanomag und zwei Eicher-Schmalspur mit 25 und 35 PS. „Wenn ich von einer Radltour zurückkomme, mache ich damit manchmal noch eine kleine Ausfahrt mit meinen drei Enkeln zur Entspannung“, erzählt Huber. Bekannt im Ort ist er nicht nur wegen seiner Fahrzeuge. Seit vielen Jahren engagiert er sich in verschiedenen Funktionen für die Dorfgemeinschaft, unter anderem als Mesner.

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