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Die Neurosenheimer eröffneten das Benefizwochenende von "Pastetten hilft".

Benefizabende „Pastetten Hilft“

15 000 Euro und ein Lächeln im Gesicht

Pastetten – Ein voller Erfolg war die Benefizveranstaltung der Initiative „Pastetten hilft“. Die Musikgruppe Neurosenheimer sowie Hans Well und seine Wellbappn haben an zwei Abenden geholfen, Spenden für die Familie Weger zu sammeln.

Eine gute medizinische Behandlung und die dafür notwendigen Medikamente – das kann enorme Kosten verursachen. Mit diesem Problem wurde auch Familie Weger aus Pastetten konfrontiert. Nachdem Tochter Yasmin vor zwei Jahren eine Gehirnblutung erlitten hatte, sitzt sie, teilweise gelähmt, im Rollstuhl (wir berichteten). Doch mit viel Kraft und Hoffnung kann mehr geschafft werden, als gedacht. Das betonte Gerhard Nußrainer, Vorsitzender des Theatervereins Pastetten, beim Benefizabend am Freitag.

Gemeinsam mit der Burschengemeinschaft und der Feuerwehr hat sein Verein die Initiative „Pastetten hilft“ ins Leben gerufen. „Uns ist bewusst, dass wir nicht die Welt verändern werden. Aber wir können einem Mädchen, das die Hoffnung nicht aufgibt, ein Lächeln ins Gesicht zaubern“, eröffnete Feuerwehr-Chef Günter Plieninger das Konzert der Neurosenheimer.

Verzichteten komplett auf ihre Gage: Hans Well und seine Wellbappn.

Die Musikgruppe begeisterte 260 Gäste mit ihren humorvollen, bayerischen Liedtexten und ihrer lockeren Art. Die vier Mitglieder Tobias Hegemann, Katrin Stadler, Katrin Zellner und Marita Gschwandtner brachten auch den alteingesessenen Pastettenern die Stadt Rosenheim ein bisschen näher. Der Grund: „Wenn wir sagen, wir kommen aus Rosenheim, werden wir eigentlich als erstes gefragt, ob da wirklich so viele Morde passieren. Deshalb haben wir ein Lied über unsere Stadt geschrieben.“ Und ihre Heimat ist nicht schwer zu beschreiben: Da, wo man von überall die Berge sieht, und da, wo man im Bierzelt noch einen Platz bekommt, „des is die Stodt Rosenheim“, schallte es durch die Pastettener Turnhalle, denn auch das Publikum wurde mit eingebunden, um lauthals „Rosenheim“ zu rufen.

Und nicht nur die Heimatstadt bietet reichlich Stoff für unterschiedliche Liedtexte, auch die Erfahrung mit der Suche nach dem passenden Partner mussten die Vier bereits machen. „Zwischendurch war die Suche wirklich eine saubere Durststrecke“, erzählte Sängerin Katrin den Hintergrund des Liedes „Durststrecke“, und brachte ihre Zuhörer mit Sätzen wie „Du wärst gut zum hom, aber leider bist du bei der Telekom“ zum Lachen.

Entspannen sollten die Gäste ihre Lachmuskeln anschließend beim „Yogajodler“. Denn eines ist den Neurosenheimern aufgefallen: die indische Kultur ist ganz nah verwandt mit der bayerischen. Warum? „Die Mantras, die in Indien gesprochen werden, sind bei uns eindeutig die Jodler.“

Doch nicht nur die Neurosenheimer haben für eine volle Spendenkasse gesorgt. Ein großer Erfolg war auch der Samstag: 370 Gäste ließen sich von Hans Well und seinen Wellbappn unterhalten.

Insgesamt sind an beiden Abenden 15 000 Euro zusammengekommen. Zu diesem Ergebnis beigetragen haben zahlreiche Firmen und Einrichtungen aus der Gemeinde und dem ganzen Landkreis, die Equipment, Speisen oder Getränke kostenlos zur Verfügung gestellt hatten. Einen überraschenden Beitrag leisteten auch die Musiker. Familie Well trat komplett kostenlos auf, die Neurosenheimer verzichteten auf einen Großteil ihrer Gage. 1100 Euro hat „Pastetten hilft“ zudem beim Verkauf von Essen und Getränken bei der Eröffnung des Pastettener Dorfladens eingenommen. Weitere 7000 Euro sind bis dato auf dem Spendenkonto eingegangen.

Gelungen ist auch Plieningers Vorhaben, das er am Anfang der Veranstaltung bekannt gegeben hatte – nämlich Yasmin ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. „Der Abend war wirklich richtig lustig“, erzählte sie der Heimatzeitung.

Julia Adam

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