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Eine große Gefahrenstelle, an der es im Wochenrhythmus knallt: Das A94-Ende bei Pastteten.

A 94-Anschlussstelle Pastetten

Polizei: Gegen Unfälle hilft nur neue Auffahrt

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Pastetten - Drei Tage. Drei Unfälle. Ein Toter. Zwei Verletzte. Die A 94-Anschlussstelle Pastetten ist einer der Unfallschwerpunkte im Landkreis Erding. Fast wöchentlich kracht es da. Verkehrsexperten sind ratlos. Es hilft wohl nur ein größerer Umbau.

Erding – Im August 2011 wurde der Abschnitt Forstinning – Pastetten der A 94 München – Passau freigegeben – und damit auch die Kreuzung mit der Staatsstraße 2331 Erding – Hohenlinden. Während auf der Autobahn schwerere Unfälle bislang eher selten waren, kracht es auf der Zufahrt fast im Wochenrhythmus.

Erdings Polizeichef Anton Altmann nennt zwei Unfallursachen: „Entweder wird der Vorrang missachtet oder die Vorfahrt.“ Zwei Kollisionsmuster sind seinen Worten zufolge gängig: „Die Leute kommen von der Autobahn und biegen dann nach links Richtung Harthofen/Forstern oder nach rechts in Richtung Hörlkofen/Erding ab, ohne auf den Querverkehr auf der Staatsstraße zu achten.“ Das andere Muster laut Altmann: „Verkehrsteilnehmer, die von der Staatsstraße auf die A 94 wollen, ignorieren beim Abbiegen den Gegenverkehr.“

Alfons Englmeier, Verkehrsexperte der Erdinger Polizei, bilanziert, „dass der weitaus größere Teil der Unfälle beim Linksabbiegen passiert“. So war es am Samstag, als ein Bus einen Fiat Panda rammte. Dessen Beifahrerin starb. Am Montag knallte es dort erneut. Der dritte und bis dato jüngste Unfall in drei Tagen ereignete sich am Dienstag kurz nach 7 Uhr, als die Fahrerin eines Renault Clio abbog und einen Audi A 3 übersah. Dessen Fahrerin wurde leicht verletzt. Schaden: rund 12 000 Euro.

Altmann und Englmeier sind ratlos. „Wir können uns nicht erklären, warum es hier so oft kracht“, sagt Englmeier. Altmann ergänzt: „An sich ist das hier keine gefährliche Stelle. Die Sicht ist gut, die Einmündung einsehbar. Und es gibt eine Abbiegespur.“

Achselzucken auch bei der Autobahndirektion Südbayern. Deren Pressesprecher Josef Seebacher erklärt auf Anfrage, „dass wir dieses Phänomen auch nicht durchschauen“. Denkbar seien zwei Faktoren: „Entweder ist zu wenig los, dass manche Fahrer zu zügig abbiegen. Oder die Leute werden ungeduldig, weil sie lange warten müssen.“

Auf rasche Abhilfe drängen auch die Feuerwehren in dem Bereich, vorrangig die aus Reithofen-Harthofen, Pastetten und Forstern. „Wir rücken ständig dorthin aus“, sagt einer der Einsatzkräfte, „und die kleineren Crashs kriegen wir gar nicht mit“.

Für die Polizei gibt es derzeit nur eine Lösung: „Wenn sich die Situation an der Anschlussstelle dauerhaft bessern soll, dann kommt man wohl um eine größere bauliche Lösung nicht herum.“ Einen konkreten Vorschlag hat Englmeier: Man könnte für die, die aus Richtung Erding zur Autobahn wollen, eine Rechtsaufschleifspur anlegen. Dann wäre das Abbiegen durch den Gegenverkehr passé.“ Mit diesem Vorschlag will sich die Polizei an die Autobahndirektion wenden.

Hoffnung besteht: Am Freitag erfolgt der Spatenstich für den A 94-Weiterbau von Pastetten über Dorfen bis Heldenstein. Wenn die Bagger eh schon da sind, könnte der Unfallschwerpunkt in diesem Zuge entschärft werden.

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