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Ein Dankeschön an die Unterstützer sagten Horst Ippisch und Petra Schwarz, die Initiatoren des Bürgerbegehrens zum Feuerwehrhaus, in der Bürgerversammlung.

Bürgerversammlung

Appell des Landrats: Straßenausbau-Satzung wird wichtig werden

Der Landrat thematisierte bei der Pastettener Bürgerversammlung die Straßenausbeitragssatzung, die derzeit im Landkreis die Wogen hochschlagen lässt.

Pastetten – Volles Haus herrschte im Neuwirt bei der Pastettener Bürgerversammlung. Ihr großes Interesse an der Gemeindepolitik hatten die Pastettener kürzlich schon beim Bürgerbegehren zum Feuerwehrhaus deutlich gemacht. Nach der Sammlung von 803 gültigen Unterschriften nahm der Gemeinderat den umstrittenen Beschluss zurück, bevor es zu einem teuren Bürgerentscheid kam. Bürgermeisterin Cornelia Vogelfänger teilte mit, dass der Gemeinderat am Abend zuvor das Architekturbüro Maier aus Wörth beauftragt hatte, Planentwürfe und Kostenschätzungen für verschiedene Varianten der Feuerwehrhäuser zu erarbeiten.

Landrat Martin Bayerstorfer sagte bei seinem Grußwort, er habe im Vorfeld der Versammlung angefragt, welche „brennenden Themen“ es denn neben dem Feuerwehrhaus gäbe und dabei „keine großartigen Problemlagen“ feststellen können. „Das spricht dafür, dass der Gemeinderat insgesamt gut gearbeitet hat“, so Bayerstorfer.

Der Landrat thematisierte aber die Straßenausbeitragssatzung, die derzeit im Landkreis die Wogen hochschlagen lässt. „Das Thema wird künftig eine noch größere Rolle spielen“, prophezeite er. Er rate dem Gemeinderat, Modelle für die Umsetzung zu entwickeln. „Wir wissen auch noch nicht, wie das Ganze ausgeht. Aber die Gemeinde muss sich dann nicht dem Vorwurf aussetzen lassen, dass sie untätig war.“

Zugeparkte Straßen sprach Vogelfänger an. Ihr ging es hauptsächlich um Siedlungen, in denen zunehmend die Besucherparkplätze von Anwohnern belegt werden. „Es kann nicht sein, dass Gäste meilenweit laufen und Rettungsfahrzeuge kaum noch durchkommen. Wenn ein Pärchen drei Autos und ein Motorrad unterzubringen hat, wird es eng.“ Eine Lösung wäre schon, die Garagen so weit freizuräumen, dass sie auch für Fahrzeuge zur Verfügung stehen, sagte die Bürgermeisterin.

Horst Ippisch und Petra Schwarz, die Initiatoren der Unterschriftenaktion zum Feuerwehrhaus, nutzten die Gelegenheit, den Bürgern und den Helfern für ihre Unterstützung zu danken. „Ich wünsche uns allen die beste Lösung für die Gemeinde und für die Feuerwehr“, sagte Ippisch. Schwarz schlug vor, beide Feuerwehren in einem Haus auf einem Grundstück unterzubringen. Neben finanziellen Vorteilen für die Gemeinde beim Bau würden auch die Wehren davon profitieren. Sie könnten sich einander annähern und gemeinsames Potenzial nutzen, ohne miteinander verschmelzen zu müssen.

Zu den aktuellen Aufgaben der Kommune gehört auch das große Thema Erdgas. Nicht nur die „Monaco“-Trasse, die von Finsing nach Burghausen gezogen wird und für deren Vorbereitung archäologische Grabungen im Gemeindegebiet stattfinden, sondern auch die Leitungen, die derzeit innerhalb der Gemeinde verlegt werden. In der Versammlung informierte Sebastian Gebhart von der Energie Südbayern (ESB) über die Eigenschaften des Gases und nannte einen wichtigen Preis: etwa 3000 Euro soll ein Hausanschluss kosten.henry dinger

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