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Der „(bes)offene Vollzug“ im rollenden Knast der Burschengemeinschaft machte den Passagieren in dem Mega-Gefährt ebenso Spaß wie den vielen Zuschauern.

Faschingszug in Pastetten

Cooler Knast und kahler Karren

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Die Pastettener haben beim traditionellen Faschingsumzug wieder ihre ganze Kunst im Wagenbau gezeigt. Reine Gaudi und kritische Töne wechselten sich ab.

PastettenSchrill, bunt und vor allem laut – so ließen es die Pastettener krachen. Am Sonntag drehte der Faschingszug mit sechs Wagen zweimal seine Runden durch den Ort. Hunderte, teils aufwendig kostümierte Zuschauer säumten die Straßen. Besonders auf ihre Kosten kamen die Kinder, denn Kamellen fliegen in Baschding genauso wie in Köln. Dass sich während des Umzugs immer wieder Schneeflocken in den Papier-Regen aus den Konfettikanonen mischten, störte niemanden.

Bei den Wagen gab es heuer zwei Extreme. Zum einen das rollende Gefängnis, das die Burschengemeinschaft in den letzten Wochen zusammengebaut hat. Der Wagen wurde problemlos um die Kurven bugsiert und hatte dank hydraulisch absenkbarem Wachturm auch mit dem Schild am Zebrastreifen kein Problem. Die Häftling und Wärter des „(bes)offenen Vollzugs“ hatten jedenfalls jede Menge Gaudi in luftiger Höhe.

Das bescheidene Gegenstück dazu war ein schmuckloser Bulldog-Anhänger, den der elegant gewandete Gemeinderat Andreas Winner und Mitstreiter zeitweise sogar nur mit Muskelkraft durch Pastettens Straßen schleppten. Den Sinn der Aktion verriet die Aufschrift: „Alles für die Feuerwehr, kein Geld mehr für den Faschingswagen“ – eine Anspielung auf den kostenintensiven Bau zweier Feuerwehrhäuser in der Gemeinde. Wenigstens an die Bonbonfänger hatten Winner und seine Freunde gedacht, sie mussten nicht unter dem Sparzwang leiden.

Auch die Familien Nussrainer, Obermaier, Maeß, Buchner und Willems teilten in Richtung Gemeinderat aus. Ihr überdimensionierter „Stammtisch“ inklusive Riesen-Augustiner-Kasten punktete mit Aufschriften wie „Alkoholfreies Bier ist wie ein Porno im Radio“ und verriet auch, was „Göttliche Eingebung“ ist: „Schick a bißal Hirn herunter, dann profitiert der Gemeinderat auch darunter“. Die als Blume kostümierte Bürgermeisterin Cornelia Vogelfänger ließ sich davon nicht abschrecken und reiste im Biertragerl mit.

Viel Spaß hatten die Mitglieder der Jugendfeuerwehr auf ihrem Wagen. Der Aufbau bestand aus einem Häuschen und einem Garten nebst buntem Zaun. Bei den „Dorfkindern“ ging die Post ab.

Fotos vom Faschingszug in Pastetten

Die als Tiere verkleideten Maibaumfreunde Schwillach hatten einen eigenen Zirkuswagen dabei mit dem Schriftzug „In Baschding war der Zirkus nach 10 Dog gar vorbei. Bei uns ist es as ganze Jahr“ und verwiesen darauf, dass „Baschdinger Clowns zum Mitreisen gesucht werden“.

„Tierisch guad!“ war auch die Aufschrift eines mit vielen bunten Luftballons und Girlanden behangenen Gefährts, aus dem Shaun-Schafe, Froschkönig und Raubkatzen Süßes verteilten.

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