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Eine Elefantenbar und gackernde Hühner

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Pastetten - Der Pastettener Gemeinderat war Ziel Nummer eins der närrischen Kritik beim Faschingsumzug durch den Ort.

Jede Menge satirische Anspielungen auf die Politik des Pastettener Gemeinderats gab es beim Faschingsumzug durch den Ort zu sehen. Hunderte kleine und große Narren bestaunten, zum Teil fantasievoll kostümiert, das bunte Treiben in der Ortsmitte.

Fotos vom Faschingsumzug in Pastetten

Zwei der insgesamt fünf Wagen beschäftigten sich mit dem Gremium und seinen Debatten in den vergangenen Monaten. So waren im „kunterbunten Gmoaschdoi“ vier Hühner in ebenso kunterbunten Plüschkostümen unterwegs. „Fristgerechte Ladung, do wird gegackert, anstatt dass wichtigere Dinge opackert“, stand auf ihrem Hühnerstall. Und was die wichtigeren Dinge sein könnten, wurde auch gleich verraten: Gewerbegebiet, Baugebiet, Feuerwehr, Straßen fertig - „nix is passiert“. Auch die Bastler eines Wagens, auf dessen Anhänger der Sitzungssaal in Klein samt Ratsmitgliedern Platz fand, richteten ihre närrische Kritik gegen das Gremium. „Gemeinderatssitzungen ab jetzt täglich“, nahmen auch sie die Diskussionen um verkürzte Ladungsfristen und zu viele Sitzungen auf die Schippe. Und sie legten auch gleich die Tagesordnungen für die Tage fest - von den Punkten Asyl/Hundeschule und Straßenbau über die Käufersuche fürs Gewerbegebiet und die Schlichtung bei den Feuerwehren bis hin zum Hochwasserschutz, der kurzerhand durch den Punkt Baugebiet ersetzt wurde. Nur am Wochenende wird nichts beraten. Am Samstag steht das Seminar Entscheidungsfindung an und am Sonntag geht’s zur Bitt-Wallfahrt nach Altötting.

Nicht den kleinen Dingen vor Ort, sondern dem Weltgeschehen war ein weiterer Motivwagen gewidmet, der einen satirischen Umgang mit Angst und Terror wagte: Terroristen mit Clownsnasen und Spielzeuggewehren bewaffnet verkündeten: „Je Suis Chablis“. Doch neben den politischen Themen gab es auch wieder reine Spaßwagen. Hirschgeweihe, Tannenzweige und Skier sorgten bei einem Anhänger für Après Ski- und uriges Hüttenflair. Dazu passten die Kostüme als Skifahrer.

Die Burschengemeinschaft Pastetten hatte wieder den größten Wagen am Start: eine „verrückte Elefantenbar“ mit riesigem, aufblasbarem Elefanten auf dem Dach. Aus dem war zwar noch vor dem Start des Umzugs die Luft raus. Die Burschen machten aber auch ohne Plastik-Dickhäuter jede Menge Stimmung. Und selbst wenn das orange-grüne Gefährt mit Surfboards, Bikinis und Palmwedeln nicht ganz die Dimensionen des Western-Saloons aus dem vergangenen Jahr erreichte: Der lauteste Wagen war er mit Abstand.

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