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Spaß beim Kinderyoga: Beim gemeinsamen „Bobfahren“ mit Kursleiterin Amanda Ditterich müssen sich die Kleinen schon fleißig mit in die Kurven legen. 

Ferienprogramm Pastetten 

Kinderyoga mit Sonnengruß und hüpfendem Frosch

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Yoga ist nur was für Erwachsene? Von wegen! In Pastetten hatten jetzt auch die Kinder daran Spaß.

Pastetten – „Ich kann das!“ Fröhliche Kinderrufe läuten die Yogastunde von Amanda Ditterich im Pastettener Ferienprogramm ein. Wer Yoga bislang nur von den Erwachsenen kannte und vor seinem geistigen Auge das Bild eines in sich gekehrten Menschen im Schneidersitz hat, sollte sich schnell von diesem Klischee trennen. Denn die Kleinsten sind ziemlich quirlig bei der Sache.

Vier Buben und ein Mädchen zwischen drei und sechs Jahren hatten sich am Boden des Pfarrheims auf ihren Matten um die Kinderyogalehrerin versammelt. Im Vordergrund stand zunächst das eingangs erwähnte Gruppenmotto „Ich kann das!“, und dann wurden ein paar wichtige Hinweise wie „Ich bleibe auf meiner Matte!“ wiederholt. Und die sollte natürlich flach am Boden liegen.

Nachdem sich alle spielerisch vorgestellt hatten, stand der Sonnengruß auf dem Programm – eine Yoga-Übung, die aus einer bestimmten Bewegungsabfolge besteht. Danach gab es Spiele mit vielen Bewegungen – genau das Richtige für die Ferienkinder.

„Ich überlege mir eine Geschichte und gestalte daraus die Yogastunde“, erklärt Ditterich. Die Themen dafür sind sehr vielfältig: Da gibt’s neben der Feuerwehr auch den Zoo oder einen Bauernhof. Selbst das Wetter lässt sich mit Bewegungen aktiv umsetzen. So durften die Kleinen fliegen wie ein Vogel, rudern wie in einem Boot oder krabbeln wie eine Spinne. Dabei achten die Kinder natürlich auf jedes Detail. „Eine Spinne hat aber acht Beine“, war ebenso zu hören wie „Ich kann als Löwe noch viel lauter brüllen“.

Immer wieder zauberte die Kursleiterin Überraschungen hervor, so wie eine echte Glocke für den Alarm beim Feuerwehr-Spiel. Bunte Tücher wurden in die Stunde ebenso eingebunden wie Musik für die Bewegung. Schließlich wurde es ruhiger – die Teilnehmer spielten Pizzabäcker, rollten den gedachten Teig aus und belegten ihn. Während er im imaginären Ofen fertigbackte, war Zeit für eine Geschichte zur Entspannung mit ruhigen Atemzügen und anschließendem Strecken.

Ditterich findet es wichtig und sinnvoll, dass sich selbst die Kleinsten schon mit Yoga beschäftigen. Die junge Frau ist nicht nur Fach-PTA (Pharmazeutisch-technische Assistentin) für Ernährungsberatung und Allgemeinpharmazie, sondern auch ausgebildete Kinderyogalehrerin. „Yoga holt die Kleinen in ihrem Bewegungsdrang ab. Die Motorik wird geschult, es sind auch immer Lernelemente integriert“, erklärt sie.

Heutzutage seien die Kinder schon von klein auf von Elektronik umgeben. „Keiner weiß mehr, wie man richtig spielt oder sich mit seinem Körper beschäftigt.“ In ihren Yogastunden, die entweder nach einem Kinderbuch oder einem bestimmten Thema aufgebaut sind, können sich die Kleinen auch richtig austoben – wie ein ausschlagendes Pferd oder als hüpfender Frosch. Zum Ende hin wird es aber immer gelassener, und zum Ausklang gibt es oft eine gegenseitige Massage sowie ganz am Schluss noch etwa zwei Minuten Entspannung. „Ich finde es wichtig, dass Kinder gefördert und gestärkt werden“, meint Ditterich, „mit ein wenig Hilfe klappt es auch immer“.

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