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Festreden und mahnende Worte

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Von: Henry Dinger

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Eine dreiviertel Stunde lang ging der Festumzug der Wehren und Vereine durch den Ort. Hier kommen die Pastettener mit Kreisbrandrat Willi Vogl (l.) an der Spitze. Hinter der Feuerwehr folgen die Burschen- und die Dirndlgemeinschaften.
Eine dreiviertel Stunde lang ging der Festumzug der Wehren und Vereine durch den Ort. Hier kommen die Pastettener mit Kreisbrandrat Willi Vogl (l.) an der Spitze. Hinter der Feuerwehr folgen die Burschen- und die Dirndlgemeinschaften. © Henry Dinger

Ein Großaufgebot an Feuerwehren war gestern in Pastetten zu erleben. Zur 140-Jahr-Feier waren die Kameraden von 31 Wehren aus dem Landkreis gekommen. Bei den Grußworten war auch der Konflikt ums Gerätehaus Thema.

PastettenDass Pastetten den 140. Geburtstag seiner Feuerwehr ganz groß feiert, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Seit Mitte vergangener Woche steht ein großes Zirkuszelt an der Schulstraße. Hier steigt vom 6. bis zum 15. Oktober eine Mega-Party, federführend von den Burschen gemeinsam mit Dirndlgemeinschaft und Feuerwehr organisiert. Der gestrige Sonntag stand ganz im Zeichen des Jubelvereins.

Zum Gratulieren waren 31 Feuerwehren aus dem ganzen Landkreis gekommen, hinzu gesellten sich zehn Pastettener Vereine. Um das große Zirkuszelt hatte die Kameraden ein Rahmenprogramm organisiert, dass die Aufgaben einer modernen Feuerwehr näher erläuterte. Neben der Verkehrswacht Erding, die mit Fahr- und Aufprallsimulator gekommen waren, gesellten sich die First-Responder der Feuerwehr Reithofen-Harthofen mit Reanimationspuppe sowie die Rettungshundestaffel Isar mit Vorführungen. Zudem konnten aktuelle Einsatzfahrzeuge und Oldtimer besichtigt werden.

In ihrem Grußwort betonte Bürgermeisterin Cornelia Vogelfänger die große Bedeutung der Feuerwehr für die Gemeinde, dankte den Kameraden für ihr Engagement und lobte die erstklassige Jugendarbeit. Zum brennenden Thema „Feuerwehrhaus“ sagte sie:. „Da werden Forderungen laut, dass Wehren zusammengelegt oder die Mitgliederzahlen reduziert werden. Das darf nicht sein. Wir sind froh, dass die Wehr so aufgestellt ist, wie sie jetzt ist.“ Für die Unterbringung brauche man eine vernünftige Lösung und keinen Kompromiss, der in wenigen Jahren schon wieder einen Umbau erfordere.

Vize-Landrat Jakob Schwimmer dankte der Wehr im Namen des Landkreises. Die Pflicht zur Einhaltung von Vorschriften sei keine Erscheinung der Neuzeit, erklärte er. „Schon vor 100 Jahren wurden Anwesen geprüft, ob sie tauglich sind.“ Für den Ort sei er allerdings optimistisch. „Was lange währt, wird gut. Und so wird es auch beim Feuerwehrhaus werden.“ Kurz vor 14 Uhr riefen die Böllerschützen die Vereine zu einem beeindruckenden Umzug durch den Ort.

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