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Vorstand und Geehrte (sitzend, v. l.): Thomas Neumair (2. Vorsitzender), Tim Behr (2. Kassier), Andreas Renner (Kassier; 30 Jahre Mitglied); (hinten, v. l.) Johannes Neumüller (Beförderung Feuerwehrmann), Josef Huber (20), Ludwig Neumair (20), Günter Plieninger (Vorsitzender), Daniel Scheiter (10), Gerald Huber (30), Peter Lex (Kommandant; 25), Andreas Wagner (Schriftführer), Florian Neumair (2. Schriftführer), Andreas Gantner (2. Kommandant; 20), Franz Märkl (30). Nicht im Bild: Sandro Dafinger (Beförderung Feuerwehrmann).

Feuerwehr Pastetten

Die schnellsten Ausrücker im Landkreis kommen aus Pastetten

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Die Feuerwehr Pastetten ist Landkreis-Spitzenreiter: Von der Alarmierung bis zum Ausrücken ist keine andere Wehr so schnell wie sie. Kein Wunder, dass der Vorstand wiedergewählt wurde.

Pastettten „Das vergangene Jahr war eines der erlebnisreichsten in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Pastetten“, sagte Vorsitzender Günter Plieninger in der Jahreshauptversammlung. Eines der Highlights war die 140-Jahr-Feier. Gemeinsam mit der Burschen- und der Dirndlgemeinschaft feierten die Feuerwehrler im großen Partyzelt. Plieninger bedankte sich vor allem bei der Feuerwehr-Jugend, die morgens ab vier Uhr Tische und Bänke geschleppt habe.

Die Jugend beteiligte sich laut Schriftführer und Jugendwart Andreas Wagner an der Christbaumaktion, lernte den Feuerwehrausrüster Lentner in Hohenlinden bei einer Werksbesichtigung kennen und besuchte die Integrierte Leitstelle Erding. Zur Gaudi gehörte unter anderem der Faschingsumzug, bei dem die jungen Leute erstmals mit einem eigenen Wagen dabei waren. Zur Ausbildung gehörte ein mehrtägiges Zeltlager mit den Landkreiswehren in Pyramoos und eine Übung mit der Rettungshundestaffel Isar. „Absoluter Höhepunkt war aber der Berufsfeuerwehrtag im September“, erzählt Wagner. Gemeinsam mit den Kameraden aus Buch und Ottenhofen erlebten die Mädchen und Jungen an zwei Tagen den Feuerwehralltag mit schweren Verkehrsunfällen, gefluteten Kellern und brennenden Zimmern.

Dass auch der Feuerwehrverein einen prall gefüllten Kalender hatte, ging aus dem Jahresbericht hervor. „Ich weiß gar nicht, wann wir das alles gemacht haben“, scherzte Andi Wagner und berichtete von Ausflügen, dem Lindenfest und Oldtimerveranstaltungen, die mit dem eigenen Prachtstück, einem Opel Blitz, bereist wurden. Dessen 70. Geburtstag feierten die Kameraden ebenfalls.

Die Aktiven hatten in punkto Einsätze ein eher ruhiges Jahr. „Wir hatten zum Glück keine Unfälle mit Toten“, sagte Kommandant Peter Lex und verwies auf 2016, als mehrere Menschen im Einsatzbereich gestorben waren. Lex berichtete von fünf Bränden, 31 technischen Hilfeleistungen und 32 Sicherheitswachen. „Die werden sich im laufenden Jahr reduzieren. Wir können nicht bei jedem Grillfest zwei Kameraden abstellen. Da wird es andere Lösungen geben“, so der Kommandant. Zu den Einsätzen gehörten ein Garagenbrand, ein brennender Acker, Feuer in Industrieanlagen in Markt Schwaben und mehrere Unfälle auf der A 94.

Lange im Gedächtnis bleiben wird den Aktiven eine sogenannte Großtierrettung, bei dem die Pastettener zusammen mit anderen Feuerwehrlern zu Toreros wurden. 17 ausgebüxte Stiere mussten über mehrere Tage gesucht und eingefangen werden.

Zu den eher kuriosen Fällen zählte ein Unfall im Dezember: Ein angetrunkener Autofahrer verlor bei hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über seinen Audi, rasierte einen Strommast und eine Bauwasserleitung und zerstörte noch eine Hausecke von einem zum Glück leerstehenden Gebäude. „Dass da niemand schwer verletzt wurde, ist ein Wunder“, so Lex.

Fast 6800 Stunden brachten die Wehrler für Übungen, Ausbildung und Einsätze ehrenamtlich auf. „Wenn man auch nur den Mindestlohn ansetzt, sind das über 60 000 Euro für die Gemeinde“, so Lex. Und noch ein weiterer Wert: „Laut Leitstelle brauchen wir im Durchschnitt 3:30 Minuten von der Alarmierung bis zum Ausrücken. Damit sind wir Spitzenreiter im Landkreis“, sagt Lex.

Bei den Neuwahlen unter Leitung von Max Faltlhauser gab es keine Überraschungen. Vorsitzender bleibt Günter Plieninger, sein Stellvertreter ist Thomas Neumair. Danach gab es Ehrungen für zehn, 20, 25 und 30 Jahre aktiven Dienst und einen Glückwunsch für Josef Huber zum 70. Geburtstag.

Fahnenabordnung: Bernhard Deutinger Tobias Hübner Christian Falterer. Kassenprüfer: Bernhard Küblsbeck, Ludwig Huber.

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