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Vierbeinige Retter und digitale Feuerlöscher

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Von: Henry Dinger

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Bei einer Vorführung zeigte Alexander Adam, was sein Hund Nico gelernt hat. Sind alle Prüfungen abgeschlossen, könnte die Rettungshundestaffel der Pastettener Feuerwehr bereits ab November Einsätze in drei Landkreisen fahren.
Bei einer Vorführung zeigte Alexander Adam, was sein Hund Nico gelernt hat. Sind alle Prüfungen abgeschlossen, könnte die Rettungshundestaffel der Pastettener Feuerwehr bereits ab November Einsätze in drei Landkreisen fahren. © Henry Dinger

Bei der Langen Nacht der Feuerwehr Pastetten zeigt die neue Hundestaffel ihr Können.

Pastetten – Mächtigen Spaß hatten Josef und vielen andere Kinder bei der Brandbekämpfung mit dem Feuerlöscher. Der Bub hatte mit seiner Mama Irmgard Mayr bei der Langen Nacht der Feuerwehr vorbeigeschaut, an der sich die Pastettener Wehr als eine von fünf im Landkreis beteiligte.

Doch echt war bei der Aktion nur die Hülle des Löschers, alles andere spielte sich digital auf dem Riesenmonitor des Promotion-Anhängers des Kreisfeuerwehrverbands ab. Der ist das neue Schmuckstück im Landkreis und kann von den Feuerwehren gerade für solche Aktionen wie die Lange Nacht ausgeliehen werden. Auf dem Bildschirm lassen sich zum Beispiel Fettbrände ebenso simulieren wie fackelnde Elektroanlagen oder brennende Paierkörbe im Büro.

Mit dem elektronischen Feuerlöscher kann man dann herausfinden, wie und vor allem mit welchem Löschmittel diese Feuer am besten unter Kontrolle gebracht werden. Dass die ganze Sache natürlich auch großen Spaß macht, war am Samstag auch zu erleben.

Die Pastettener hatten außerdem ein Erste-Hilfe-Zelt aufgebaut, wo jeder sein Wissen überprüfen konnte, und präsentierten ihre Fahrzeuge sowie die Rettungstechnik.

Anders jedoch als es beispielsweise traditioneller Weise beim Tag der offenen Tür gewohnt ist, gab es für die Besucher dieses Mal keine spektakulären Rettungsvorführungen zu sehen. „Wir haben bewusst darauf verzichtet“, sagte Kommandant Peter Lex. Für ihn und seine Kameraden sei es wichtig, die Arbeit der Wehr vorstellen und mit den Pastettenern ins Gespräch zu kommen.

Auf großes Interesse stießen die Aktionen der Feuerwehr Pastetten. Unsere Bilder zeigen einen Monitor-Anhänger, an dem sich die jungen Besucher im Löschen probieren durften.
Auf großes Interesse stießen die Aktionen der Feuerwehr Pastetten. Unsere Bilder zeigen einen Monitor-Anhänger, an dem sich die jungen Besucher im Löschen probieren durften. © Henry Dinger

Dass trotz des regnerischen und ungemütlichen Wetters eine ganze Reihe von Gästen kamen, freute sowohl ihn als auch Vereinsvorstand Günter Plieninger. „Schade, dass niemand vom Gemeinderat die Gelegenheit genutzt hat, bei uns vorbeizuschauen“, bedauerte Lex allerdings. Immerhin: Bürgermeister Peter Deischl habe der Wehr einen kurzen Besuch abgestattet.

Einen Schwerpunkt des Abends und der frühen Nacht bildete die Rettungshundestaffel. Die Hundeführer mit Carmen Adam als Staffelleiterin an der Spitze hatten einen kleinen Parcours aufgebaut, auf dem sie den Zuschauern das Können ihrer Rettungshunde demonstrierten. „Wenn alles gut geht, wird die Pastettener Staffel zirka ab Anfang November mit zu Einsätzen in den Landkreisen Erding, Ebersberg und Freising alarmiert“, erklärte Adam.

Hinter ihr und den anderen ehrenamtlichen Rettern auf zwei und vier Beinen liegen arbeitsreiche Jahre, in denen viel Zeit in die Ausbildung der Hunde investiert wurde. Nach dem Probejahr 2019 wird die Staffel seit Beginn 2020 kontinuierlich aufgebaut. Derzeit sind zwölf Hundeführer mit 16 Hunden dabei. Sechs von ihnen wurde als so genannte Mantrailer für die Suche nach einer Person ausgebildet, die anderen Hunde können für die Suche nach Verschütteten eingesetzt werden.

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