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Erbse-Wechsel reißt Loch in die Kasse

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Von: Henry Dinger

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Sie führen den Förderverein Fendsbacher Hof an (hinten, v. l.): Leo Rehmann, Max Faltlhauser (Revisoren), Ulla Dieckmann (Beisitzerin), Rudolf Borgo (ehemaliger Beisitzer), Gertrud Hanslmeier-Prockl (Leiterin Einrichtungsverbund Steinhöring), Gerlinde Sigl (Beisitzerin; Bürgermeisterin Lengdorf), Ferdinand Geisberger (Beisitzer; Bürgermeister Buch am Buchrain), Georg Stidl (ehemaliger Beisitzer), (vorne, v. l.) Wolfgang Erl (Beisitzer; Bereichsleiter Fendsbacher Hof), Johannes Kremer (langjähriger Schriftführer), Cornelia Vogelfänger (Vorsitzende, Bürgermeisterin Pastetten), Birgit Reitberger (Schatzmeisterin) und Angelika Harris (Schriftführerin).
Sie führen den Förderverein Fendsbacher Hof an (hinten, v. l.): Leo Rehmann, Max Faltlhauser (Revisoren), Ulla Dieckmann (Beisitzerin), Rudolf Borgo (ehemaliger Beisitzer), Gertrud Hanslmeier-Prockl (Leiterin Einrichtungsverbund Steinhöring), Gerlinde Sigl (Beisitzerin; Bürgermeisterin Lengdorf), Ferdinand Geisberger (Beisitzer; Bürgermeister Buch am Buchrain), Georg Stidl (ehemaliger Beisitzer), (vorne, v. l.) Wolfgang Erl (Beisitzer; Bereichsleiter Fendsbacher Hof), Johannes Kremer (langjähriger Schriftführer), Cornelia Vogelfänger (Vorsitzende, Bürgermeisterin Pastetten), Birgit Reitberger (Schatzmeisterin) und Angelika Harris (Schriftführerin). © Dinger

In der Hauptversammlung des Fördervereins Fendsbacher Hof gab es kritische Worte. Es ging um die Aktion Erbse und damit auch um finanzielle Sorgen des Vereins.

Fendsbach – Seit 25 Jahren unterstützt der Förderverein Fendsbacher Hof die gleichnamige Einrichtung in der Gemeinde Pastetten. „In diesem Vierteljahrhundert haben wir über 300 000 Euro gespendet“, fasste Vereinsvorsitzende Cornelia Vogelfänger in der Jahreshauptversammlung zusammen. Das Geld habe vielen Bewohnern unter anderem dann geholfen, wenn hohe Zuzahlungen bei Medikamenten und Hilfsmitteln zu stemmen waren und dann kein Geld mehr für andere Dinge da war. Aber auch Großprojekte wie ein Wasserklangbett, eine Kegelbahn, eine Blockhütte oder die Reittherapie konnten gefördert werden. Vogelfänger dankte den Spendern, die den Verein bis dato großzügig unterstützt haben.

Erfreulich sei auch, dass beim Herbstfest des Hofs im September immerhin 27 Neumitglieder gewonnen werden konnten. Damit steigt diese Zahl auf nun 177.

Die Pastettener Bürgermeisterin gab aber auch zu verstehen, dass der Ausrichterwechsel bei der Aktion Erbse ein Loch in den Geldbeutel reißen werde. Etwa 6500 Euro seien es bislang gewesen, die als Spende an den Förderverein flossen. „Wir hoffen noch immer darauf, dass wir uns mit dem BRK einigen können, sodass wir auch immer noch am Erlös des Suppenverkaufs beteiligt werden“, so Vogelfänger. Zum Glück habe man momentan ein finanzielles Polster, aber in Zukunft müsse man sehen, aus welchen anderen Quellen der Verlust dieser Spende aufgefangen werden könne.

Mit immerhin 300 Euro überraschte den Verein schon mal Buchs Bürgermeister Ferdinand Geisberger: Er spendete einen Teil der Geldgeschenke anlässlich seines 50. Geburtstags.

Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung stand die Neuwahl des Vorstands, die unter Leitung von Wörths Bürgermeister Thomas Gneißl kurz und knackig über die Bühne ging. Vorsitzende bleibt Vogelfänger, als Zweiter Vorsitzender fungiert weiterhin Dr. Thomas Plodeck. Der Mediziner wurde in Abwesenheit gewählt, da er derzeit für Ärzte ohne Grenzen in Sierra Leone hilft. Als Schriftführerin ist auch künftig Angelika Harris aktiv, Schatzmeisterin bleibt Birgit Reitberger. Die neuen Beisitzer sind Gerlinde Sigl, Ulla Dieckmann, Wolfgang Erl und Ferdinand Geisberger. Als Revisoren kümmern sich Max Faltlhauser und Leo Rehmann um die Prüfung der Kasse.

Mit Dankesworten verabschiedete Vogelfänger Rudolf Borgo und Georg Stidl aus dem Vorstand und würdigte Johannes Kremer, der als langjähriger Schriftführer den Verein unterstützt hatte und sich nun ebenfalls aus der aktiven Vereinsarbeit zurückzieht.

Dass das Engagement des Fördervereins sehr wichtig sei, unterstrich Gertrud Hanslmeier-Prockl, Leiterin des Einrichtungsverbunds Steinhöring, zu dem der Fendsbacher Hof gehört. „Für diese zusätzliche Hilfe für Menschen, die sie auch wirklich brauchen, sind wir sehr dankbar. Der Verein greift finanziell ein, wo Regierung und Bezirk nicht unterstützen können“, sagte Hanslmeier-Prockl. Auch sie sieht die Zukunft der Aktion Erbse als schwierig. Bis jetzt profitieren neben dem Fendsbacher Hof auch die Einrichtungen in Steinhöring und Erding von den Spenden.

In ihrer kurzen Ansprache verkündete die Verbundleiterin auch eine Neuigkeit: In Poing im Landkreis Ebersberg konnte eine neue Außenwohngruppe eröffnet werden, neben zwei in Hörlkofen nun die dritte Gruppe. Sie bietet acht Menschen Platz. In Fendsbach selbst laufen derzeit die Planungen für die Sanierung des Hauses Josef im Jahr 2018.

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