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Die alte Turnhalle Pastetten wird gerne für Veranstaltungen aller Art genutzt - wie hier zur Einstimmung in den Advent. Ein Abriss der Halle ist vorerst vom Tisch. Stattdessen soll sie saniert werden.

Gemeinderat Pastetten 

Alte Turnhalle: Abriss vorerst vom Tisch

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Die alte Pastettener Schulturnhalle wird vorerst nicht abgerissen. Stattdessen soll sie saniert werden – mit finanzieller Unterstützung der Regierung.

Pastetten– Der drohende Abriss der alten Schulturnhalle in Pastetten wegen zu hoher Kosten für die Sanierung der maroden Heizungsanlage (wir berichteten) ist vorerst vom Tisch. In der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend zog Cornelia Vogelfänger (CSU) ein Ass aus dem Ärmel: „Es gibt ein Förderprogramm, das bei uns greifen könnte“, erklärte die Bürgermeisterin. Das habe man im Zusammenhang mit einer anderen Nachfrage von der Regierung von Oberbayern erfahren.

Mit dem sogenannten Kommunalinvestitionsprogramm Schulinfrastruktur (KIP-S) könnten bis zu 90 Prozent der Kosten aus Fördertöpfen fließen. „Wir haben die Auskunft bekommen, dass es bei uns durchaus 50 bis 70 Prozent sein dürften“, berichtete Vogelfänger. Bei der Sanierung könnte dann nicht nur die Heizung auf Vordermann gebracht, sondern auch weitere erforderliche Umbauten wie ein behindertengerechter Eingang in Angriff genommen werden.

Doch der Gemeinde sitzt die Zeit im Nacken. Der Antrag auf Förderung muss bis 27. April bei der Regierung eingegangen sein. Um alle erforderlichen Kostenschätzungen für die einzelnen Bereiche wie Elektro, Brandschutz, Statik und energetische Berechnungen rechtzeitig einholen zu können, musste der Rat die Grundsatzentscheidung fällen, den Förderantrag zu stellen. Wenn es eine Förderzusage gibt, will man über das weitere Vorgehen entscheiden.

Bauamtsleiter Rüdiger Koppe unterstrich noch einmal, dass die alte Turnhalle nach der Einschätzung von Architekt Martin Hubner eine sehr gute Bausubstanz habe, „die es sich zu erhalten lohnt“.

Vogelfänger gab einen groben Kostenüberblick: „Der Abriss würde uns 300 000 Euro kosten. Die Sanierung mit Heizungsanlage, Dach und weiteren Umbauarbeiten wäre, hoch angesetzt, 750 000 Euro teuer. Wenn davon auch nur die Hälfte aus Fördermitteln gedeckt würde, wären wir bei 375 000 Euro und hätten auch das eigentliche Problem mit der Heizung gelöst.“

Für Franz Stanner (WRH) war die Weiternutzung der Halle wichtig, auch ob sie wieder als Turnhalle geeignet sei, da doch die neue Halle schon gut ausgelastet sei. Vogelfänger erklärte, dass die Halle mit ihrem intakten Schwungboden aus Stäbchenparkett später durchaus für Bewegungssport und Gymnastikstunden genutzt werden könne. Ballsport ginge schon jetzt nicht. Darüber hinaus kann sie als Bürgersaal und für die Mittagsbetreuung dienen.

Die Räte entschieden, den Förderantrag zu stellen und die dafür erforderlichen Kostenschätzungen an Planungsbüros in Auftrag zu geben. Die Architektenleistungen erbringt Hubner, der dabei von Architekt Andreas Winner – der für die FWE im Gemeinderat sitzt – unterstützt wird. Der Gemeinde entstehen dadurch keine weiteren Kosten.

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