Gemeinderat Pastetten 

Ausflugsbus für Vereine und Privatleute

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Kein eigenes Auto, aber trotzdem mobil sein? Das geht mit Carsharing. Wie dieses Angebot in Pastetten aussehen könnte, stellte ein Dienstleister aus Deggendorf vor. Entschieden hat sich der Gemeinderat noch nicht.

Pastetten– Karl-Heinz Kaiser und Matthias Mierswa, zwei der Geschäftsführer der in Deggendorf ansässigen Mikar GmbH, haben den Pastettener Gemeinderäten ihre Version des Carsharing (deutsch: sich ein Auto teilen) vorgestellt. „Vor allem Vereine brauchen ab und zu mal ein größeres Auto“, erklärte Kaiser. Wenn Mikar in Pastetten aktiv würde, könnte entweder ein Renault Master mit neun Sitzen und Dieselmotor oder ein Nissan e-NV200 mit sieben Sitzen und Elektroantrieb bereitstehen. „Das Auto parkt an einem zentralen Platz im Ort. Dort kann es jeder abholen, der es gebucht hat“, erklärte der Experte.

Wer fahren will, muss vorher die sogenannte Mikard beantragen. Dann kann das Auto im Internet oder per App gebucht werden. Zum Beginn der Mietzeit lässt sich der Wagen mit der Mikard öffnen, Schlüssel und Autopapiere liegen im Handschuhfach. Pro Stunde kostet der Renault 4,99 Euro, pro Tag 44,99 Euro. Beim Nissan sind es 3,99 und 25,20 Euro. Das Mobil kann für bis zu vier Tage gemietet werden, eine Kilometerbegrenzung gibt es nicht. Der Diesel wird vollgetankt wieder zu seinem Standort zurückgebracht, das Elektroauto wird an eine Ladesäule gehängt.

Derzeit betreibt das Unternehmen vier Standorte in Markt Lam, Plattling, Regen und Roding, 2018 kommen Uffenheim, Bad Aibling und Mengkofen hinzu. Finanziert werden die Autos neben den Mieteinnahmen mit Hilfe lokaler Firmen. Die buchen einen Werbeplatz für ihr Logo auf dem Fahrzeug, die Kosten liegen zwischen 500 und 3000 Euro für einen Zeitraum von vier Jahren.

„Pro Wagen müssen etwa 45 000 bis 50 000 Euro zusammenkommen, die sich auf 25 bis 35 Unternehmen verteilen“, erklärte Mierswa. Gedeckt werden mit dem Geld auch alle Fahrzeugkosten inklusive Versicherung. Wenn etwas kaputt geht, sei das ein Problem von Mikar, sagte Mierswa.

Dass Mikar derzeit auch in weiteren Landkreis-Gemeinden – so etwa in der VG Oberneuching und in Dorfen – auf Werbetour ist, hat einen Grund: „Die Autos können vernetzt werden. Ist das Pastettener zum gewünschten Zeitpunkt nicht frei, dann ist es vielleicht das im Nachbarort“, sagte Kaiser. Für Pastetten käme derzeit wohl nur der Diesel in Frage, für das Elektromobil bräuchte man eine Schnellladesäule, die wiederum mit etwa 10 000 Euro zu Buche schlagen würde. „Die Kosten dafür werden in anderen Gemeinden manchmal vom Energieversorger übernommen“, so Kaiser.

Sollte sich die Gemeinde für diese Art von Carsharing entscheiden, will Mikar noch einmal Firmen und Vereine in einer eigenen Veranstaltung informieren. Für die Gemeinderäte war es zunächst nur ein Informationsvortrag. „Wir lassen das jetzt erst einmal sacken“, sagte Bürgermeisterin Cornelia Vogelfänger (CSU).

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