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Im Kinderhaus Pusteblume in Pastetten wurde ein Raum für die Ferienbetreuung umgebaut. 

Gemeinderat Pastetten 

Ferienbetreuung mit Startschwierigkeiten

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Im Gegensatz zum Sommer ist die Nachfrage nach einer Ferienbetreuung an Ostern und Pfingsten in Pastetten eher mau. Jetzt will die Gemeinde ermitteln, ob in anderen Ferienwochen der Bedarf an einer Betreuung höher wäre.

Pastetten Noch hat die Ferienbetreuung für die Kinder in der Gemeinde Pastetten Anlaufschwierigkeiten. In der Gemeinderatssitzung präsentierte Verwaltungsmitarbeiterin Evi Schmid die aktuellen Zahlen. So seien für die Osterferien nur neun Kinder angemeldet gewesen. Für Pfingsten (12. bis 16. Juni) gebe es noch Plätze, da nur fünf Kinder angemeldet seien. In den Sommerferien sei das Angebot ausgebucht, in dem in der Regel eine Erzieherin sowie eine Kinderpflegerin oder eine Dame der Mittagsbetreuung für die Kinderschar zuständig seien.

Schmid berichtete zudem von Unsicherheiten bei den Eltern, ob die Betreuung auch bei wenig Anmeldungen auf jeden Fall zustande komme. Seien nicht genug Kinder da, „decken sich die Personalkosten logischerweise nicht aus den Einnahmen“, erklärte Schmid und rechnete vor: Vier Tage Betreuung kosten etwa 840 Euro, während pro Kind nur 60 Euro eingenommen werden.

Eine Alternative wäre es, eine Mindestteilnehmerzahl vorzugeben samt verbindlichem Anmeldeschluss zum 31. Januar jeden Jahres. Absagen würden dann in der ersten Februarhälfte erteilt.

„Wir müssen uns überlegen, ob wir uns eine Ferienbetreuung leisten wollen oder nicht. Wir haben Neubaugebiete und junge Familien mit berufstätigen Eltern“, sagte Susanne Gerster (WRH), auf deren Bestreben hin die Ferienbetreuung wieder eingeführt wurde. Dass Leute Absagen bekommen müssten, bezeichnete sie als peinlich.

Zu den niedrigen Anmeldezahlen erklärte Gerster, dass sich die Betreuung erst etablieren müsse. „Wenn es läuft und die Eltern merken, dass die Betreuung sicher zustande kommt, melden sie ihre Kinder schon an.“ Sie monierte zudem, dass die Betreuungszeiten nicht frühzeitig genug bekannt gegeben worden seien. Sie habe immer wieder betont, „wie wichtig das für die Urlaubsplanung der Eltern ist“, sagte die WRH-Rätin. So habe sie nun von vielen Eltern gehört, dass es zu spät gewesen sei und sie sich deshalb anderweitig nach einer Betreuung umgeschaut hätten.

„Man kann es nie allen Recht machen mit dem Anmeldeschluss“, meinte Vogelfänger dazu. Sie erklärte zudem, dass man die Schließzeiten der Kindergärten erst spät bekommen habe, und diese hingen schließlich mit der Ferienbetreuung zusammen.

Bei der Klärung dieses Problems konnte der Träger der Kindertageseinrichtungen direkt helfen. Gabriele Pfanzelt und Ulrike Bittner von der AWO Ebersberg waren in der Sitzung, um Bilanz über das vergangene Jahr zu ziehen (Bericht folgt).„In der Regel stehen die Schließzeiten Ende August sicher fest“, sagte Pfanzelt. Der Elternbeirat müsse den Zeiten zwar noch zustimmen, das gelte aber als Formsache. Damit war Vogelfänger zufrieden: „Wenn wir die Zeiten bis Schulbeginn haben, dann reicht uns das.“

Auf einer verbindlichen Anmeldung der Kinder für die Betreuung beharrte die Rathauschefin. „Wir hatten schon einmal ein Angebot, das nicht verbindlich war, und bei dem am Ende kein einziges Kind gekommen ist. Es kann auch nicht sein, dass wir Personal engagieren, das wir dann wieder nach Hause schicken müssen“, erklärte Vogelfänger, die auch zur Mindestteilnehmerzahl eine klare Meinung hatte: „Für drei Kinder muss ich als Gemeinde keine Ferienbetreuung anbieten. Da muss eine andere Lösung bei den Eltern zu suchen sein.“

Um herauszufinden, ob eventuell für andere Ferienzeiten wie im Herbst oder an Fasching mehr Bedarf besteht, hat die Gemeinde kürzlich eine Umfrage gestartet, die noch bis 12. Mai läuft. Deren Ergebnisse will man abwarten, bevor das Vorgehen und die Betreuungszeiten fürs kommende Schuljahr festgelegt werden.

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