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Die Rettungshundestaffel Isar - hier bei einer gemeinsamen Übung mit der Feuerwehr Pastetten im vorigen Sommer - sucht ein neues Trainingsgelände. 

Gemeinderat Pastetten

Rückschlag für Rettungshundestaffel

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Seit zwei Jahren ist die Rettungshundestaffel Isar auf der Suche nach einem neuen Trainingsgelände. Jetzt war ein Standort auf Pastettener Flur in Sicht. Doch er fiel im Gemeinderat durch.

Pastetten– Bis 2016 hatte die Staffel ein Übungsareal in Schwaig, wo der gemeinnützige Verein auch seinen Sitz hat. „Der Vermieter hat dann den Vertrag gekündigt“, erklärte Vorsitzender Andreas Inioutis am Dienstag im Pastettener Gemeinderat. Seither suche man händeringend nach einem neuen Grundstück, bislang ohne Erfolg.

Vor kurzem war der Verein an die Pastettener Gemeindeverwaltung herangetreten, da die Rettungshundestaffel im Ort nicht unbekannt ist. Zum einen arbeitet ein Pastettener Ehepaar dort mit, zum anderen fanden auf dem Gelände der örtlichen Kiesgrube bereits Übungen und Prüfungen statt. Die Gemeinde hatte denn auch ein eigenes Grundstück im südlichen Außenbereich in der Nähe des Brunnens ins Auge gefasst.

Inioutis betonte die wichtige Aufgabe, die der Verein leiste. Um Einsätze zu üben und Prüfungen abzulegen, brauche man ein rund 5000 Quadratmeter großes Gelände, möglichst außerhalb, um Anwohner nicht zu stören. „Die Kosten für die nötige Umzäunung würde der Verein tragen“, so Inioutis.

Bürgermeisterin Cornelia Vogelfänger erklärte, man habe bereits mit allen in Frage kommenden Ämtern im Landratsamt geklärt, ob die angedachte Fläche geeignet wäre. Wasser- und baurechtlich habe es keine Einwände gegeben, da die Rettungshundestaffel dem Gemeinwohl diene. Auch der Naturschutz habe nichts dagegen. „Die Stellungnahmen sind alle sehr positiv“, so Vogelfänger. Jetzt liege es am Gemeinderat.

Alois Zollner (CSU) wollte wissen, wieso der Verein seit 2016 kein geeignetes Areal findet. „Wir hatten im Landkreis Erding im Außenbereich einige in Frage kommende Flächen gefunden, die allerdings wegen Natur- oder Artenschutz abgelehnt wurden“, antwortete Inioutis. Zur geplanten Nutzung sagte er, dass der Verein neben den Übungen auch „ein bis zwei“ Hundeschule-Kurse im Jahr anbieten wolle, die nicht nur der Nachwuchsförderung dienten, sondern auch der Finanzierung des Vereins.

Andreas Winner (FWE) fragte, wie das Grundstück frequentiert werde. Inioutis: „Grob geschätzt drei- bis viermal in der Woche, meist nachmittags von 16 bis etwa 20 Uhr“ würden „zehn bis 20 Autos“ zum Training fahren. Winner war das zu viel, immerhin führe nur ein Kiesweg zum Gelände: „Ich bin sehr für die Unterstützung des Vereins, aber dieses Grundstück ist denkbar ungeeignet dafür.“

Auf Nachfrage der Bürgermeisterin schlug Winner ein Areal in Autobahnnähe an der Poigenberger Brücke vor, das seiner Schwester gehört. Auch weitere Grundstücke dort seien günstiger gelegen, da die Anbindung an eine Asphaltstraße gegeben sei. Allerdings müsse erst geprüft werden, wem die in Frage kommenden Flächen gehören, um mit den Eigentümern in Kontakt treten zu können. „Bei der Anfahrt der vielen Autos staubt es dann auch nicht“, meint auch Gerhard Nussrainer (FWE).

Fritz Deutinger (CSU) und Josef Weitzenbeck (FWE) äußerten hinsichtlich des ursprünglich angedachten Grundstücks Bedenken aus Sicht der Jagdpächter. „Unsere Hunde laufen nicht frei, sie sind entweder immer innerhalb des eingezäunten Geländes oder angeleint“, sagte Zuhörerin Monika Barth, Einsatzleiterin der Hundestaffel.

Dass die Räte am Dienstag zu keinem Ergebnis kamen, war ein Rückschlag für die Hundestaffel. „So geht es uns seit zwei Jahren“ sagte Inioutis enttäuscht. Eine Chance gibt es trotzdem: Es soll geprüft werden, ob eines der vorgeschlagenen Grundstücke an der Autobahn in Frage kommt.

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